Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs muss das berühmte Tennisturnier von Wimbledon ausfallen. Der Grund: die weltweite Corona-Pandemie. FOTO: DPA
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Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs muss das berühmte Tennisturnier von Wimbledon ausfallen. Der Grund: die weltweite Corona-Pandemie. FOTO: DPA

Immerhin gut versichert

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Die Veranstalter des berühmten Rasenturniers von Wimbledon haben lange nach Alternativen gesucht. Jetzt ist klar: Auch das legendäre Tennis-Event fällt aus.

Kein Aufschlag auf dem "Heiligen Rasen", das legendäre Tennis-Turnier von Wimbledon fällt der CoronaKrise zum Opfer: Der veranstaltende All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC) verkündete am Mittwoch das Aus für die 134. Ausgabe in diesem Sommer. Es ist die erste Absage des prestigeträchtigen Klassikers seit dem Zweiten Weltkrieg und nach den Olympischen Spielen und der Fußball-EM das nächste Sporthighlight, auf das die Fans in diesem Jahr schweren Herzens verzichten müssen.

Rekordsieger Roger Federer schrieb bei Twitter, er sei "am Boden zerstört". Topspielerin Angelique Kerber, die 2018 triumphiert hatte, zeigte sich "natürlich enttäuscht". Das Turnier sei jedes Jahr ihr absolutes Highlight: "Aber momentan zählen andere Dinge."

Boris Becker, dreimaliger Champion, hätte sich "gewünscht, dass man noch vier Wochen mit der Entscheidung wartet", sagte der 52-Jährige bei Eurosport: "Wenn man allerdings hier in London lebt, hört man viele Horrorgeschichten über das Virus. Insofern kann ich nachvollziehen, dass man sich diesem Druck beugen muss." Die Veranstalter betonten, dass ihnen die Absage nicht leichtgefallen sei. "Wir haben sie unter größter Rücksicht auf die öffentliche Gesundheit und das Wohlbefinden aller getroffen, die zusammenkommen, um Wimbledon zu verwirklichen", sagte der Vorsitzende Ian Hewitt.

Ursprünglich war das Grand-Slam-Turnier für den Zeitraum vom 29. Juni bis 12. Juli geplant worden, nun wird erst wieder mit einem Jahr Verspätung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 gespielt werden. Im selben Schritt verkündeten die Männer-Tour ATP und die Frauen-Tour WTA eine Verlängerung ihrer Spielpause bis mindestens 13. Juli.

Die Wimbledon-Ausrichter sahen nach "eingehender und umfassender Betrachtung aller Szenarien" in diesen außergewöhnlichen Zeiten keine andere Möglichkeit. Immerhin: Finanziell fällt der AELTC trotz des insgesamt elften und seit den großen Kriegen (1914 bis 1918 und 1940 bis 1945) ersten Ausfalls offenbar vergleichsweise weich. Laut britischer Medienberichte ist Wimbledon im Besitz eines Versicherungsscheins gegen eine Pandemie - kein anderes Welt-Event ist im Sport bisher bekannt, das derart gut abgesichert gegen die Krise ist.

Fraglich erscheint, inwieweit überhaupt noch Filzbälle bei wichtigen Turnieren in diesem Jahr übers Netz fliegen werden. Die Anzahl der Zweifler nimmt zu. "Meine persönliche Meinung ist, dass es schwierig sein wird, in diesem Jahr noch Tennis zu spielen", sagte Aus-tralian-Open-Chef Craig Tiley. Fest steht: Der Kalender ist ziemlich durcheinandergeraten - der Ärger bringende Sprung der French Open auf den 20. September, eine Woche nach den US Open, trug dazu bei. Klarheit herrscht jetzt immerhin mit Blick auf das wichtigste Turnier des Jahres, Wimbledon fällt 2020 aus.

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