Mehmet Scholl
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Mehmet Scholl

Immer gut für einen Spruch

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(sid). Klar, seine Sprüche. Mehmet Scholl hat jede Menge davon rausgehauen in 50 Jahren. Was, 50 Jahre? In der Tat. Scholl wird am Freitag 50, so viel jünger er noch immer aussehen mag. Sein Körper, hat er mal gesagt, bestehe "aus 68 Kilogramm stahlharter Erotik", ein anderes Mal waren es dann "67 Kilogramm geballte Erotik", aber wie auch immer: Wer ihn zuletzt beim Bewegtbild-Angebot von "Bild" gesehen hat, wo er als Experte dient, der weiß: Er hat sich gut gehalten.

Seit 2017, als er nach einem Streit über die Themensetzung bei den Übertragungen vom Confed Cup in Russland die ARD angeblich aus eigenem Antrieb verließ, war es etwas ruhiger geworden um Scholl. Regelmäßig zu hören ist er noch immer jeden ersten Sonntag im Monat beim Radiosender Bayern 2, wenn er "Mehmets Schollplatten" auflegt - und auch über dies und das redet.

Seine Sprüche haben Scholl populär gemacht - womöglich mehr noch, als seine sportlichen Leistungen. Dabei ist auch die Liste seiner Titel mindestens so lang wie jene seiner Zitate: Champions-League- sowie Weltpokal-Sieger 2001, UEFA-Pokal-Sieger 1996, achtmal deutscher Meister und fünfmal Pokalsieger, stets mit Bayern München, wo er nach seinen knapp drei Profijahren beim Karlsruher SC von 1992 bis 2007 spielte. Europameister war er auch (1996).

Und doch lief beileibe nicht alles glatt für Scholl. Sein Talent als Fußballer hätte wohl gereicht zum Weltstar, doch je länger die Karriere dauerte, desto häufiger stoppten ihn Verletzungen. In der Nationalmannschaft spielte er von 1995 bis 2002, kam allerdings unter Berti Vogts und später dann unter Rudi Völler nur zu 36 Einsätzen. Am 15. Mai 2007 fand in der Münchner Allianz Arena sein Abschiedsspiel statt, an diesem Abend wurde er zum Ehrenspieler des FC Bayern ernannt. Für die Karriere danach hatte Scholl sich vorgestellt, "Hund bei Hoeneß" zu werden.

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