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Ohne Dennis Schröder wird nun auf Maodo Lo mehr Verantwortung lasten. IMAGO

Im Kollektiv zu Olympia

(dpa). Nach der Last-Minute-Absage von NBA-Star Dennis Schröder beschwören die deutschen Basketballer vor dem olympischen Qualifikationsturnier in Split den Zusammenhalt. »Wir müssen es als Kollektiv auffangen«, sagte Maodo Lo vom deutschen Meister Alba Berlin. Auf den 28 Jahre alten Pointguard wird nach dem Ausfall von Schröder, der wegen ungeklärter Versicherungsfragen kurz vor dem Abflug an die kroatische Adriaküste passen musste, deutlich mehr Verantwortung zukommen.

Zusammen mit Joshiko Saibou und Isaac Bonga wird Lo das deutsche Team führen müssen. »Ich sehe es aber nicht so, dass ich es alleine tragen muss«, sagte Lo.

Schröder war am Montag in Heidelberg zum Team gestoßen und trainierte seitdem mit. Abseits des Parketts konnte der Deutsche Basketball-Bund aber - anders als noch 2019 bei der WM in China - dieses Mal die Frage der Versicherung nicht klären.

Schröder, der zuletzt bei den Los Angeles Lakers unter Vertrag stand, ist aktuell ohne Klub, hofft aber auf einen hoch dotierten Kontrakt für die kommenden Jahre. Das und die Corona-Situation hätten dafür gesorgt, dass die Kosten für Schröders Versicherung nicht zu finanzieren gewesen seien, hieß es vom Verband. Warum die Frage nicht schon lange vor dem Beginn der Vorbereitung geklärt wurde, blieb unbeantwortet.

Bundestrainer Henrik Rödl muss nun bei dem am Dienstag beginnenden Turnier ohne seinen besten Spieler auskommen, glaubt aber nicht, dass die Mannschaft zu sehr niedergeschlagen ist. »Ich glaube, wir haben das sehr gut verarbeitet. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Jungs groß geschockt sind«, sagte Rödl. Los geht es am Dienstag gegen Mexiko, danach ist Russland der Gegner. Nur der Sieger des Turniers mit sechs Teams fährt nach Tokio zu den Olympischen Spielen.

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