Drei Fragen an Steffi Jones

"Ich möchte gerne weitermachen"

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Wie ist Ihre Gefühlslage?

Wie ist Ihre Gefühlslage?

Steffi Jones (Bundestrainerin): Die Enttäuschung ist sehr groß, weil man sich hinterfragt: Was ist eigentlich schiefgelaufen, was haben wir nicht verstanden nach den Gruppenspielen? Wir hatten uns vorgenommen, dass wir eigentlich mal zeigen wollten, was wir können. Aber wir haben jegliche Souveränität und Aggressivität vermissen lassen. Wir waren sehr unsicher, hatten sehr viele Ballverluste. In der Halbzeit bauen wir die Spielerinnen auf, sprechen ihnen Mut zu – und dann schlafen wir in der zweiten Halbzeit beim 1:1. Wir haben Dänemark stark gemacht. Der Siegeswille war nicht so groß wie der von Dänemark.

Was haben vielleicht auch Sie falsch gemacht?

Jones: Natürlich hinterfrage ich jetzt meine Entscheidungen. Aber wir werden jetzt erstmal alles analysieren. Dann können wir sagen, ob es vom System her passte, ob wir hätten anders entscheiden können oder müssen. Das wird ein bisschen dauern.

Wie hoch ist Ihre Motivation, als Bundestrainerin weiterzumachen?

Jones: Meine eigene Motivation ist da. Ich sage auch jetzt, ohne das schönreden zu wollen: Diese Erfahrung ist bitter, aber wichtig – man wächst genau daran und kommt stärker daraus hervor. Die Entscheidungsträger sitzen im DFB. Und die werden sicherlich in den nächsten Tagen mit mir zusammensitzen. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht. Ich für mich möchte gerne weitermachen. Ich habe sehr viel Freude an diesem Turnier gehabt, auch wenn die Spiele nicht so gelaufen sind, wie ich sie mir vorgestellt habe. Und auch mit dem, was ich versucht habe, der Mannschaft mitzugeben, bin ich nicht zufrieden.

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