Adi Hütter hofft auf einen Sieg gegen Gladbach. FOTO: DPA
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Adi Hütter hofft auf einen Sieg gegen Gladbach. FOTO: DPA

Hütter setzt sich zur Wehr

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(dpa/lhe). Eintracht Frankfurts Cheftrainer will nichts von einer Krise wissen. "Es ist nicht alles schlecht, aber wir sind nicht ganz happy", sagte Adi Hütter vor dem Spiel am heutigen Dienstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach. Acht Liga-Partien hintereinander ohne Sieg nach elf Spieltagen: Seit dem Amtsantritt des Österreichers ist das die längste Negativserie. Sie wird dadurch abgemildert, dass sie sechs Unentschieden beinhaltet.

"Es ist eine Achterbahnfahrt, mal spielen wir gut, ein anderes Mal sind wir zu zaghaft", urteilte Hütter am Montag und betonte trotzig: "Wir sind bisher aber nur zweimal geschlagen worden." Die Borussia sorgte zuletzt mit dem Achtelfinaleinzug in der Champions League für Furore, in der Bundesliga läuft es hingegen auch nicht optimal: Die vergangenen vier Spiele blieben zwar ohne Niederlage, endeten aber dreimal nur mit einem Remis.

Ein Sieg gegen den auf der europäischen Bühne zurzeit glorreichen Club vom Niederrhein könnte den Frankfurtern das Initial geben, aus dem Mittelmaß hinaus und wieder auf Europacup-Kurs zu kommen. "Natürlich ist das ein Spiel, in dem man sich rausziehen kann. Und man kann die Borussia schlagen", meinte Hütter.

Den Vorwurf, mutlos zu sein, weil er zuletzt gerade im Mittelfeld zu sehr auf Nummer sicher und auf eine defensivere Ausrichtung gesetzt hatte, wies er zurück. "Es hat nichts mit Mutlosigkeit zu tun, wenn man gegen bessere Mannschaft defensiv spielt. Verliert man 0:3, sagen alle, man ist dämlich." Immerhin hatte die Eintracht sowohl gegen RB Leipzig als auch gegen Borussia Dortmund jeweils ein 1:1 erreicht.

Außerdem seien auch nicht "alle Spieler auf Topniveau", wie Filip Kostic, der nach einer Verletzungspause noch nicht auf dem von ihm gewohnten Leistungslevel spielt. "Da muss man etwas Geduld haben, sagte Hütter zu dem einstigen Wirbelwind auf der linken Außenbahn. "Er hat die Latte aber auch selbst sehr hoch gelegt." Kritik an anderen Spielern wie Stefan Ilsanker wies er ebenso zurück: "Es war nicht alles super. Aber ich mag es nicht, wenn man Spieler in die Ecke stellen will."

Froh ist er hingegen, dass er zwei Profis wieder aufstellen kann. Torjäger André Silva könnte wieder in die Startelf zurückkehren. "Es sieht gut aus. Er hat voll mittrainiert und ist eventuell ein Thema", sagte Hütter. Der Portugiese fehlte zuletzt wegen muskulärer Probleme im Spiel beim VfL Wolfsburg (1:2). "Alle sind gesund." Dies gelte auch für den rechten Außenspieler Erik Durm. Er war in Wolfsburg mit einer Blessur am Oberschenkel vorzeitig ausgewechselt worden.

Unterdessen kann Kostic einen Abschied im Winter nicht ausschließen. "Jetzt kann ich sagen, dass ich bleiben möchte. Ich bin Frankfurter! Aber ich weiß trotzdem nicht, was passiert", sagte der Flügelspieler in einem Interview des "Kicker". Auf die Frage, ob er auf jeden Fall bleibe, antwortete er: "Das kann ich nicht sagen, weil ich auch nicht weiß, was der Verein plant. Da müssen sie Fredi Bobic fragen." Der Serbe ist seit 2019 bei Eintracht Frankfurt. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2023.

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