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Gut belegt ist ja, dass der Schweizer (Anm.: Gianni Infantino), der den FIFA-Thron im Februar 2016 von dem am Ende suspendierten Langzeitpräsidenten Sepp Blatter übernommen hatte, an die dunkle Ära angeknüpft und sie noch düsterer gestaltet hat. (...) Die Kernbotschaft ihres Autokraten hat die FIFA im August verbrieft: Da trat ihr neuer Ethikcode in Kraft, darin ist das Wort "Korruption" einfach gestrichen worden. Infantinos Kameradenverbund (...) hat das Grundübel der Branche ausgerottet. Per Löschtaste. (Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung)

Gut belegt ist ja, dass der Schweizer (Anm.: Gianni Infantino), der den FIFA-Thron im Februar 2016 von dem am Ende suspendierten Langzeitpräsidenten Sepp Blatter übernommen hatte, an die dunkle Ära angeknüpft und sie noch düsterer gestaltet hat. (...) Die Kernbotschaft ihres Autokraten hat die FIFA im August verbrieft: Da trat ihr neuer Ethikcode in Kraft, darin ist das Wort "Korruption" einfach gestrichen worden. Infantinos Kameradenverbund (...) hat das Grundübel der Branche ausgerottet. Per Löschtaste. (Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung)

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Er ist wie der Kumpel, der auf keiner Party fehlen darf, auch wenn man befürchten muss, dass ein paar Möbel kaputtgehen. (Sebastian Fischer in der SZ über Augsburgs Brasilianer Caiuby)

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Es war dann doch (...) kein Wischmopp, der da im Freiburger Stadion an einer weißen Wand lehnte. Sondern Luca Waldschmidt (...), der 22-Jährige mit der exponierten Lockenpracht (...). Auf die Explosion, die irgendwann auf seinem Kopf passiert sein muss, scheint nun auch der große Leistungsknall zu folgen. (Jakob Böllhoff in der Frankfurter Rundschau)

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War ja gar nicht böse gemeint, hat Rafinha doch selbst geschrieben (Anm.: seine Halloween-Verkleidung als Araber mit Bombenattrappe). (...) "Es lag nicht in meiner Absicht, irgendjemanden durch meine Verkleidung zu verärgern oder in seinen Gefühlen zu verletzen." Deswegen hat er sich ja auch nicht als Uli Hoeneß verkleidet. (Michael Wittershagen in der "Schluss für heute"-Kolumne in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Es war eine Beleidigung für den Stand der Landwirte, als der Kommentator der ARD die Freistoßvariante, die Bayer Leverkusen (...) zum 2:0 bei Borussia Mönchengladbach verhalf, als "Bauerntrick" bezeichnete. Der Bauernverband sollte sich öffentlich verwahren gegen diesen Begriff, der seine Mitglieder zu designierten Tölpeln degradiert. (Philipp Selldorf in der SZ)

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Die SPD ist der Hamburger Sport-Verein der deutschen Politik. In beiden Fällen handelt es sich um Traditionsvereine mit vielen Mitgliedern, die auf eine stolze Vergangenheit zurückblicken können: auf zahlreiche Meisterschaften und Kanzlerschaften. Doch von der alten Größe ist wenig geblieben. Der Niedergang zeigt sich allein am Namen der Gegner. Während sich der HSV nun mit Mannschaften wie dem SV Sandhausen messen muss, kämpft die SPD (...) mit der FDP um Platz fünf in deutschen Parteiensystem. (Markus Feldenkirchen im Spiegel)

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Wie endeten Ihre Versuche, Sport zu treiben? – "Ich war ein paarmal im Fitnesscenter, aber da war ich Anfang zwanzig und dünnst. Ich habe immer drei Hemden übereinander angezogen, um dick und muskulös zu wirken. Im Fitnesscenter war man sehr bemüht um mich, aber ich habe es natürlich nicht ausgehalten. Denksport ja, aber realer Sport interessiert mich einfach nicht." (Jonathan Meese, Künstler, im Interview des SZ-Magazins)

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Glücklich vereint sind Mario Götze und Ann-Kathrin Götze, die Gala wissen lässt: "Ich bin kein Jetset-Mädchen, ich bin ein ganz normales Mädchen aus Emmerich." Ziemlich emmerichmäßig scheint dann auch der Alltag des Paares zu verlaufen: "›Wir gehen viel spazieren. Wir sind wie Opa und Oma‹, sagt sie zu Gala und lacht. ›Aber es ist wirklich so, dass wir beide es sehr low key mögen. Andere sagen vielleicht boring. Aber uns gefällt unser Leben so.‹" Nun, unsere Großeltern hätten vermutlich nicht boring, sondern langweilig gesagt und sich auch nur ungern nach tiefen Schlüsseln gebückt. Doch Hauptsache, Ann-Kathrin und Mario liken ihr life so. ("Herzblatt-Geschichten" von Jörg Thomann in der FAS)

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Gehen Sie wählen? – "Ich habe zuletzt mit 18 gewählt und alle Parteien angekreuzt." (Meese/SZ-Magazin)

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Ist es nicht total unlogisch, dass Männer einerseits so viel über ihren Penis und ihre Sexualität nachdenken und auf der anderen Seite nicht auf die Idee kommen, den Genitalbereich mal gründlich durchchecken zu lassen? – "Nein. (...) Sie wollen ungern als verletzbar gelten. (...) Männer fühlen sich gern als Größter und als Gewinner. Dazuzählt auch die sexuelle Performance." (der Urologe Frank Sommer im Welt-Interview über "Die Vorsorge-Phobiker")

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"Als Kind hatte ich (...) nicht besonders viele Freunde (...), habe damals auch einige Demütigungen erfahren. (...) Und dann kamen auch noch die Tragödien mit den Mädchen. Ich wollte immer die, die mich nicht wollten." (Drogerie-Milliardär Dirk Roßmann im FAS-Interview)

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"Das Problem beim Penis ist, dass er für Performance steht." (Sommer/Welt) (gw)

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