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Noch im vorigen Sommer war er für Löw nichts weiter als ein aus dem Ruder gelaufenes Talent, ein Egoist. (...) Kurz vor der Abreise zur WM (...) strich der Bundeskanzler den Dribbler aus dem Kader. (Gerhard Pfeil im Spiegel)

Von GW

Noch im vorigen Sommer war er für Löw nichts weiter als ein aus dem Ruder gelaufenes Talent, ein Egoist. (...) Kurz vor der Abreise zur WM (...) strich der Bundeskanzler den Dribbler aus dem Kader. (Gerhard Pfeil im Spiegel)

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16. Und Peng: Flankenlauf Schulz, de Ligt rutscht weg, Leroy Sané nimmt den Ball an und schweißt ihn eiskalt ins lange Eck. Der Junge ist so gut, Löw sollte ihn unbedingt für die WM 2018 nomini... oh. (aus dem Liveticker des Fußballmagazins 11Freunde)

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Stattdessen durfte ein Oldie wie Mario Gomez, 33, vom VfB Stuttgart nach Moskau mitreisen. Aus heutiger Sicht klingt das wie ein Witz. (Pfeil/Spiegel)

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90. Wahnsinn, Toooooor für Deutschland, Gündogan mit einem Pass, den selbst Uwe Bein kaum verstehen würde, Marco Reus legt zurück, Nico Schulz haut das Ding ins lange Eck. Das ganze begleitet von einer arg desinteressiert wirkenden holländischen Abwehr. Aber naja, vielleicht sind die Holländer ja mittlerweile auch so dran gewöhnt, im Sommer frei zu haben, dass die Defensivspieler ihren Urlaub 2020 einfach schon gebucht haben. (11Freunde)

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Die Fans der deutschen Nationalmannschaft haben Danke gesagt. (...) Auch wir sagen danke Jerome, danke Mats, danke Thomas. (...) Danke, dass ihr die Sportartikelhersteller nicht kritisiert, sondern offensiv auf deren fantastische Produkte hingewiesen habt. Danke, dass ihr verzuckerte Nussnougatcreme und versalzene Wurstabfälle gegessen habt, nur um jungen Menschen ein Beispiel zu geben. ("Zippert zappt" in der Welt)

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Manches in der Welt der Herzblätter ist so unglaublich erwartbar. Nehmen wir den Bundestrainer, der bekanntermaßen die Weltmeister Müller, Boateng und Hummels aussortiert hat. Da war es völlig klar, dass ein Blatt wie Frau aktuell mit der Schlagzeile herauskommen wird: "Endgültige Trennung – Jogi Löw – Alles aus!" Immerhin hat man sich den Zusatz "Er hat schon drei Neue" verkniffen. ("Herzblatt-Geschichten" von Jörg Thomann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Die Vereinigung der deutschen Klubs (ECA) hatte in einem Protestschreiben, das auch der FC Bayern unterschrieben hatte, einen Boykott angedroht. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge weichte die ablehnende Haltung nun (...) wieder auf. (...) Zickzackkurse sind offenbar gerade in, nicht nur in der Personalführung der Nationalmannschaft. Wenn jeder an sich denkt, ist auch an alle gedacht. (Peter Penders in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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Sollten wir nicht alle mal aufhören, Cristiano Ronaldos Eierjubel zu huldigen, während Messi seine Wundertaten weiterhin mit Hängeschultern zelebriert? (...) Die Menschheit ist endlich, dieses Tor wird bleiben wie ein Kometeneinschlag, der die Erde teilt.(...). Ein Chip per Direktabnahme mit Links, ein Gemälde von einem Lupfer, ein Zwirbelschuss, den kein Mensch auf der Welt jemals so hinbekommen hat. (Jonas Beckenkamp in der Süddeutschen Zeitung)

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"Die Ergebnisse in Champions und Europa League sind unbefriedigend. Mittelmäßigkeit darf nicht die neue Höchstleistung sein." (DFL-Chef Christian Seifert im SZ-Interview)

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Die französische EU-Ministerin Nathalie Loiseau hat ihrem Kater den Namen Brexit verpasst, weil der putzige Kerl, wie Madame mitteilte, stets raus möchte, aber unentschlossen stehen bleibt, sobald sich die Tür öffnet. (...) Wie aber sollte die Pferdenärrin Andrea Nahles ein Hessisches Warmblut nennen, das sie dreimal ins Rennen geschickt hat, das dreimal am Oxer gepatzt hat – und nun mit traurigem Maulwurfsblick nach Eschborn trottet, um der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit als Beistellpferd zu dienen: Schäfer oder Gümbel? (aus Peter Dausends Kolumne in der Zeit)

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"Wer nichts Kluges zu sagen hat, sollte das Maul halten." (Oscar-Preisträger Christoph Waltz im Interview des FAZ-Magazins)

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"Morgen stehen dann Schüler auf der Matte, die wollen für ›Legalize Cannabis‹ demonstrieren, oder AFD-nahe Eltern, die ihre Kinder für Proteste gegen Überfremdung befreien wollen. (...) Wie soll das weitergehen? Der INF-Vertrag ist aufgekündigt, kommen bald Demos gegen Nachrüstung am ›Thursday für Peace‹?" (Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, im SZ-Interview)

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"Selbst- und Fremdwahrnehmung sind so eine Sache. Ich kann mich noch an die ersten Loveparades in Berlin erinnern (...) In Interviews fielen immer wieder Sätze wie ›Wir feiern unsere Individualität!‹ Und da waren eine Million Menschen, die alle haargenau gleich ausgesehen haben. Und die Musik war ein monotones Bum-Bum-Bum, und ich habe immer versucht, einen individuellen Moment zu entdecken." (Waltz/FAZ-Magazin) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog "Sport, Gott & die Welt" / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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