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Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

Von GW

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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21:52 Uhr: Meine Güte, was für Werbespots. Wodka. Spielautomaten. Sportwetten. Wenn gleich jemand Crack rauchend durchs Bild läuft, wundert euch nicht. (aus dem Liveticker des Fußballmagazins 11Freunde über die Werbung in der Halbzeit von Liverpool - Bayern)

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Der Rausch der Hinrunde ist verflogen. Jadon Sancho wird anders bewacht, die Fehler von Achraf Hakimi werden im Gegensatz zu den Herbstwochen mit Gegentreffern bestraft, Paco Alcacers Torabschlüsse landen nicht mehr automatisch im gegnerischen Tor, Reus’ Körper streikt. (...) Der Vorteil der jugendlichen Leichtigkeit, den die Bayern in der Hinserie noch beneideten, ist gerade dabei, zu einem Nachteil zu werden. (Daniel Theweleit in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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"Ich habe einen Freund, der sein Leben lang Liverpool-Fan war. Er sagte neulich zu mir: Jürgen Klopp ist nicht der größte Fußballtrainer des Planeten. Sondern er ist der großartigste Mensch auf diesem Planeten." (der Schriftsteller Julian Barnes im Zeit-Interview)

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Was müsste aus Ihrer Sicht passieren, damit Jürgen Klopp seine Sympathien in der Öffentlichkeit verliert? – "Klopp müsste Trainer des FC Bayern werden." (Prof. Harald Lange, Gründer des Instituts für Fankultur, im Welt-Interview)

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Schalke ist nicht Mainz. Und Domenico Tedesco kein Jürgen Klopp. Nicht mal ein Thomas Tuchel. Die Schalker Desillusionierung liegt nicht zuletzt daran, dass einzigartige Trainerpersönlichkeiten, die einen ganzen Klub (wie Klopp) oder ein Spiel (wie Tuchel) prägen und verändern können, sich nicht einmal von ihren Entdeckern und Förderern beliebig reproduzieren lassen. (...) Es ist, als würde gerade in diesen Tagen auf Schalke der Schatten des großen Rudi Assauer immer länger, unendlich lang. (Michael Horeni in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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Günter Netzer (...) drückt gegenüber der Bunten seinen Respekt vor anderen Sportlern aus. "Ich habe früher Turnern und Ruderern zugeschaut, die haben an einem Tag so viel trainiert wie ich als Fußballer im ganzen Monat." Um Leute zu sehen, Herr Netzer, die an einem Tag so viel trainierten wie Sie in einem Monat, hätten Sie sich doch eigentlich nur die allermeisten der anderen Fußballer anschauen müssen. ("Herzblatt-Geschichten" von Jörg Thomann in der FAS)

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Das, was du jetzt mit Andrea Nahles machst, lieber Gerd, mal unter uns: Das geht nicht! Du wirfst deiner Nachfolgerin im SPD-Vorsitz frauenfeindliche Klischees an den Kopf, für die man sich selbst in einer nach Schweiß riechenden Handballerkabine schämen würde. (...) Es gibt doch beim Fußball diese nervigen Typen, die von der Seitenlinie aus jeden Spielzug kommentieren. Was du im Spiegel tust, ist noch schlimmer. (Reaktion in der taz auf ein Spiegel-Interview mit Gerhard Schröder/gefunden im "Rückspiegel")

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Autoren werden im Alter nicht zwangsläufig schlechter. (...) Als alternder Autor in einer alternden Gesellschaft ist man sowieso der King. (...) Blätter, die ausschließlich auf junge Leser spekulieren, sind in Burkina Faso besser aufgehoben, da gibt es reichlich Teenies. (Harald Martenstein in seiner Kolumne im Zeit-Magazin)

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"Ich habe keine massive Kraft, ich sehe nicht besonders gut aus, allerdings habe ich die Eier eines Löwen und das Herz eines Kriegers." (Klitschko-Bezwinger Tyson Fury im Spiegel-Interview)

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Der Penis ist die Wünschelrute des Herzens. (aus einer Beilage im Manager Magazin/gefunden im "Hohlspiegel")

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In einer Wahnsinnswelt aus Exzess, Trash und Sex werden die Kardashians seit nunmehr zwölf Jahren jeden Tag noch ein bisschen reicher und mächtiger. (Tanja Rest in der Süddeutschen Zeitung über "eine schrecklich moderne Familie")

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Bei den schlauen Putzerlippfischen verwandeln sich die unterwürfigen Weibchen in dominante Männchen – wenn sie nur genug zu fressen bekommen. (Welt am Sonntag)

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Es ist der Triumph der Verdummung in einer Welt, die beschissen werden will. (Rest/SZ)

(gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog "Sport, Gott & die Welt" / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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