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Das Magazin 11Freunde hat über Mesut Özil geschrieben: "Wenn wir uns mal ganz einsam fühlen und uns nach Geborgenheit und Zärtlichkeit sehnen, möchten wir bitte von Mesut Özils Sohle gestreichelt werden." Damit ist über den Fußballer Özil alles gesagt. (Axel Hacke in seiner Kolumne "Das Beste aus aller Welt" im Magazin der Süddeutschen Zeitung)

Von GW

Das Magazin 11Freunde hat über Mesut Özil geschrieben: "Wenn wir uns mal ganz einsam fühlen und uns nach Geborgenheit und Zärtlichkeit sehnen, möchten wir bitte von Mesut Özils Sohle gestreichelt werden." Damit ist über den Fußballer Özil alles gesagt. (Axel Hacke in seiner Kolumne "Das Beste aus aller Welt" im Magazin der Süddeutschen Zeitung)

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Schafft doch die Weltmeisterschaften ganz ab! (...) Dann erspart ihr euch auch die ärmlichen Diskussionen um das Mitsingen der Länderliedchen. (Michael Herl in seiner Kolumne in der Frankfurter Rundschau)

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Übrigens habe ich mir ein Video angesehen: wie 1974 vor dem WM-Finale gegen die Niederlande die Nationalhymne gespielt wurde. Kein einziger Deutscher – von Maier bis Müller, von Beckenbauer bis Hoeneß – rührte eine Lippe. (Hacke/SZ-Magazin)

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"Er ist sehr freundlich, wird von seinen Mitspielern geschätzt. Darüber hinaus hat er ein unglaubliches Selbstvertrauen. Einmal sagte er zu mir: ›Ich habe vor niemandem Angst!‹ Darauf antwortete ich ihm: ›Das kannst du denken. Aber sag es nie den Medien.‹" (Frankreichs WM-Trainer Didier Deschamps im Kicker-Interview über seinen Spieler Benjamin Pavard)

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"Ich bin eine angeschossene Seele. Eigentlich sind im Leistungssport Automatismen wichtig. Aber ich kann mich auf nichts mehr verlassen. (...) Aus der Präzision wie im deutschen Ingenieurswesen wird bei mir jetzt Armageddon. Aus den ganzen Resten, die noch in meinem Körper stecken, muss ich irgendwie eine Zivilisation aufbauen." (Robert Harting im Sport-Bild-Interview)

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Vor allem Neymar ist für mich ein rotes Tuch. So viel Kohle abkassieren, am Fiskus vorbei, solche krummen Geschäfte, und dann bei jedem Scheiß losheulen und das Jesus-Shirt vorzeigen. Was wäre denn, wenn mal einer das Hemd heben würde und da stünde: "Allah, deine Chance"? Da wäre das Geschrei groß. (der Schauspieler Sebastian Bezzel in der Rubrik "Denk ich an Sport" in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, aufgezeichnet von Christian Eichler)

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Nervt Sie diese Frage nach dem Rollstuhl? – "Manchmal, aber es ist auch schön, wenn sich jemand dafür interessiert. Und es ist ja normal, dass man das fragt. Wenn Sie hier mit einem Arm sitzen würden und hätten es nicht erklärt, würde ich mich auch fragen: Hm, gibt es viele Behinderte bei der Süddeutschen Zeitung? Das ist ja völlig menschlich." (Tan Caglar, Rollstuhlbasketball-Profi und Comedian, in der SZ-Interviewserie "Reden wir über Geld")

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Wie viel bringt Rollstuhlbasketball ein? – "In einer Top-Mannschaft in Deutschland bekommt man 2000 bis 3000 Euro brutto im Monat, plus Wohnung, plus Auto." – Plus Rollstuhl? – "Ja, den zahlt oft der Verein oder ein Sponsor. Und der ist bis zu 10 000 Euro wert." (Caglar/SZ)

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Seine wirklich atemberaubenden Lügen lassen die Schlauheit vermissen, die für einen pathologischen Lügner typisch wäre. Falls Trump wirklich an einer Wahnstörung leidet, hätte er jeden Lügentest mit Bravour bestanden, denn Menschen mit einer Wahnstörung glauben selbst buchstäblich jedes Wort, das sie von sich geben. (aus dem soeben erschienenen Buch "Wie gefährlich ist Donald Trump? 27 Stellungnahmen aus Psychiatrie und Psychologie", zitiert im "Wissen"-Ressort der SZ)

Seit ich Journalistin bin, wird immer mehr verhandelt. (...) In allen Bereichen, bei allen Zeitungen. (...) Da werden Sonnenuntergänge nicht etwa gezeigt. Sondern "im globalisierten Kontext verhandelt", so WDR 3 (Anm.: in einer Kunstkritik). (Ursula Ott in ihrer chrismon-Kolumne)

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Der neue Roman von Frank Schätzing "verhandelt die Dilemmata der Künstlichen Intelligenz (KI)" – da fragt man sich: Hat die KI des Feuilletonisten aus "behandeln" aus Versehen "verhandeln" gemacht? Dann ist es KD, eine künstliche Doofheit. (Ott/chrismon)

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"In den Sechzigern fühlten sich Frauen viel weniger diskriminiert als heute. Seither ist das Gefühl, diskriminiert zu werden, ungefähr so schnell gewachsen, wie ihre reale Diskriminierung geschrumpft ist. (der Soziologe Aladin El-Mafaalani im Spiegel-Interview)

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Boris Becker, gerade wegen der Trennung von seiner Frau (...) mal wieder Dauergast in den Medien (...): "Ich bin leider nicht allein in diesem Spiel, das man Heirat und Ehe nennt." Das ist in der Tat doof: Würde Becker beim nächsten Mal einfach sich selbst heiraten, bekäme er das alles sicher viel besser hin. Allerdings würden wir ihm selbst dann strengstens zu getrennten Haushaltskassen raten, mit dem Finanzgebaren seines Partners soll es ja nicht immer zum Besten stehen. ("Herzblatt-Geschichten" von Jörg Thomann in der FAS)

(gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog "Sport, Gott & die Welt" / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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