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Der Anfang vom Ende: Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky leitet mit diesem Fehlpass das Tor zum 2:1-Sieg für den Karlsruher SC ein.

Hradecky patzt schwer

(sid). Ein desaströser FC Bayern hat nach einer historisch schlechten Leistung wie im Vorjahr das DFB-Pokal-Achtelfinale verpasst (siehe oben) Aber auch Bayer Leverkusen blamierte sich: Die Werks-Elf verlor 1:2 (0:1) gegen Zweitligist Karlsruher SC.

In Leverkusen schockte Lucas Cueto (4.) Bayer mit einem Abstauber nach einem abgefälschten Kopfball früh. Jeremie Frimpong (54.) glich aus. Nach einem Black-out von Torhüter Lukas Hradecky, der schon beim ersten Treffer schlecht ausgesehen hatte, ließ Kyoung-rok Choi (63.) den KSC jubeln. Die größte Chance zum erneuten Ausgleich vergab Bravo (78.) eine Minute nach seiner Einwechslung.

»Das ist schwierig zu verarbeiten«, sagte Bayer-Verteidiger Jonathan Tah: »Wir waren nicht effizient genug vorne.« Seinem Kapitän wollte er keine Vorwürfe machen: »Er hat in genug Spielen gezeigt, dass er ein enorm wichtiger Spieler für uns ist. Fehler darf jeder machen.«

Super-Joker Anthony Modeste

In einem engen Pokalfight setzte sich der 1. FC Köln dank Super-Joker Anthony Modeste 2:0 (0:0) beim VfB Stuttgart durch. Mit seinem zweiten Doppelpack binnen vier Tagen sorgte der Franzose im 100. Pflichtspiel-Duell beider Klubs für die Entscheidung. Modeste traf wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zur Führung (72.) und legte wenig später nach (77.).

Der VfL Bochum setzte seinen Aufwärtstrend auch im Pokal fort. Nach zwei Punktspielsiegen in gut einer Woche schlugen die Westfalen den kriselnden Ligakonkurrenten FC Augsburg im Elfmeterschießen mit 5:4. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 2:2 (2:2, 1:0). »Es war nichts für schwache Nerven«, sagte VfL-Trainer Thomas Reis, »ab der zweiten Halbzeit war es ein typisches Pokalspiel.«

Der kurz zuvor eingewechselte Keeper Manuel Riemann verwandelte den entscheidenden Ball für den VfL, nachdem Arne Maier für die Schwaben verschossen hatte. Milos Pantovic hatte Bochum in der regulären Spielzeit mit einem Doppelpack (12./53.) in Führung gebracht. Reece Oxford (55.) und Ruben Vargas (58.) sorgten innerhalb von drei Minuten für den Ausgleich.

Union Berlin löste seine Pflichtaufgabe bei Drittligist Waldhof Mannheim erst in der Verlängerung mit 3:1 (1:1, 1:1). Kevin Behrens (18./118.) und Taiwo Awoniyi (94.) trafen für die Köpenicker. Die Mannheimer, die sich wenige Stunden vor dem Anpfiff von seinem Sportlichen Leiter Jochen Kientz getrennt hatten, verpassten trotz der frühen Führung durch Alexander Rossipal (4.) eine Überraschung.

St. Pauli setzt Höhenflug fort

Im Zweitliga-Duell bei Dynamo Dresden schaffte der FC St. Pauli erstmals seit 16 Jahren den Sprung ins Achtelfinale. Der Liga-Spitzenreiter gewann mit 3:2 (2:2, 0:0) nach Verlängerung und setzte damit seinen Höhenflug fort. Christopher Buchtmann (101.) erzielten den entscheidenden Treffer für die Gäste.

In einem weiteren Aufeinandertreffen zweier Mannschaften aus dem Unterhaus gewann Hannover 96 gegen Fortuna Düsseldorf am Ende deutlich mit 3:0 (1:0). Als letztes Team zog Hansa Rostock durch ein 4:2 im Elfmeterschießen bei Jahn Regensburg ins Achtelfinale ein.

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