Franziska Preuß (l.) und Erik Lesser möchten am Samstag mit den Staffeln über 4x6 km (Frauen) bzw. 4x7,5 km die nächsten Medaillen für Deutschland holen. FOTO: AFP
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Franziska Preuß (l.) und Erik Lesser möchten am Samstag mit den Staffeln über 4x6 km (Frauen) bzw. 4x7,5 km die nächsten Medaillen für Deutschland holen. FOTO: AFP

Hoffnungen ruhen auf Staffeln

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Nach dreimal Silber wollen die deutschen Biathleten der WM in Antholz noch einen goldenen Anstrich geben. Vier hochkarätige Chancen stehen heute und morgen noch aus - und vor allem die Männer sind gefordert.

Dreimal durften die deutschen Biathleten schon über Silber jubeln, zum Abschluss soll die WM in Antholz aber noch einen goldenen Anstrich erhalten. Gleich vier hochkarätige Medaillenchancen eröffnen sich Denise Herrmann, Arnd Peiffer und Co. am "Super-Wochenende" in Südtirol noch - besonders auf den beiden Staffeln ruhen große Hoffnungen.

Bei den Männern verdiente sich der nur als Ersatzmann nominierte Erik Lesser mit seiner bärenstarken Leistung in der Single-Mixed-Staffel einen weiteren Einsatz. "Ich bin glücklich und dankbar für das Vertrauen der Trainer. Ich hoffe, wir rocken das Teil", sagte Lesser, der trotz einer schwachen Saison in der gemischten Zweier-Staffel eine Chance erhalten hatte - und mit Franziska Preuß Silber errang.

Das deutsche Männer-Quartett komplettieren am Samstag (14.45 Uhr) Philipp Horn, der entthronte Einzel-Weltmeister Peiffer und Schlussläufer Benedikt Doll. "Wir haben uns viel vorgenommen und wollen natürlich auf einem der ersten drei Plätzen ankommen", sagte Peiffer: "Es wird schwer, aber wir haben die Chance - und die wollen wir mit beiden Händen ergreifen." Die zuletzt schwachen Leistungen am Schießstand sollen dann vergessen sein. "Ein Schießproblem sehe ich bei uns nicht", sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler. Ohnehin sind die Männer besonders gefordert. In den reinen Männer-Wettbewerben stehen die deutschen Skijäger noch blank dar - zuletzt hatten sie 1969 in Zakopane eine WM ohne Medaille abgeschlossen. Das würde wieder eintreten, sollten die DSV-Athleten in den Staffeln und den abschließenden Massenstarts am Sonntag (ab 12.30 Uhr/alle ARD) leer ausgehen.

Vor allem bei den Frauen ist das Selbstbewusstsein nach starken Teamleistungen aber groß. "Wir sind natürlich eine Mannschaft, die um das Podium mitkämpfen kann", sagte Schlussläuferin Herrmann vor dem Rennen über 4x6 km am Samstag (11.45 Uhr), das sie mit Startläuferin Karolin Horchler, Vanessa Hinz und Preuß bestreiten wird. Zwar sei Norwegen der "klare Favorit", doch die Ex-Weltmeisterin fügte hinzu: "Ich hoffe mal, dass wir alle an unsere Ergebnisse anknüpfen und ein geiles Rennen machen."

Verstecken brauchen sich die deutschen Biathletinnen keinesfalls: Titelverteidigerin Herrmann holte in der Verfolgung genauso Silber wie Hinz im Einzel und Preuß gemeinsam mit Lesser in der Single-Mixed-Staffel.

Für die beiden Massenstarts ist das jeweils 30 Teilnehmer starke Feld ebenfalls bereits komplett. Sofern es keine kurzfristigen Änderungen gibt, vertreten bei den Frauen über 12,5 km Herrmann, die im Vorjahr Bronze gewonnen hatte, Hinz, Horchler und Preuß das deutsche Team. Bei den Männern über 15 km darf der DSV Peiffer, Doll, Horn und Johannes Kühn ins Rennen schicken.

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