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Hitze, Sand und Corona

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(sid). Die Hitze der Wüste, ein scheinbar endloses Meer aus Sand und Corona als zusätzlicher Stressfaktor: Die Rallye Dakar verlangt Mensch und Maschine auch in ihrer 43. Auflage alles ab. Wenn beim Prolog am Samstag in Saudi-Arabiens Hafenstadt Dschidda erstmals die Motoren laufen, ist aber vieles anders: Die Pandemie bleibt auch zu Beginn des neuen Jahres Realität.

Als die Marathon-Rallye Anfang 2020 ihr Debüt in Saudi-Arabien feierte, waren die Gefahren des Virus kaum bekannt. Ein Jahr später bewegen sich die Teilnehmer in einer "Blase", der Kontakt zu Außenstehenden soll minimiert werden, in den Boliden liegt Desinfektionsmittel nicht nur für das Tanken griffbereit.

Das deutsche X-raid-Team geht noch einen Schritt weiter. "Wir haben unsere eigene Mini-Bubble, haben eine eigene Küche dabei und uns eigene Duschen und Toiletten organisiert", sagte Teamchef Sven Quandt. Die Vorbereitungen waren akribisch, natürlich auch in sportlichen Fragen. Mit Titelverteidiger Carlos Sainz und Rekordchampion Stephane Peterhansel fahren zwei Top-Favoriten für die deutsche Mannschaft. "Unsere Zielsetzung ist der Sieg, aber das wird mit Sicherheit nicht einfach", sagte Quandt.

Sechs Mini schickt X-raid ins Rennen, Sainz und Peterhansel treten dabei erneut im JCW Buggy an. "Ich bin auf jeden Fall hungrig", sagte Sainz: "Wir müssen das ganze Rennen vorsichtig bleiben, dürfen nur wenige Fehler machen und müssen physisch gut drauf sein. Es wird interessant", sagte der Vater des Formel-1-Piloten Carlos Sainz junior.

Toyota zählt erneut zu den größten Rivalen - und damit auch zwei Deutsche. Timo Gottschalk (Berlin) und Dirk von Zitzewitz (Eutin) sind als Co-Piloten ihrer Fahrer Jakub Przygonski (Polen) und Yazeed Al-Rajhi (Saudi-Arabien) im Einsatz. Unter Druck steht von Zitzewitz, schließlich ruhen auch auf dem 52-Jährigen die Gastgeber-Hoffnungen.

Erfahrung hat der Sieger von 2009 genug. Die Dakar im Wüstenstaat ist für ihn dennoch Neuland. Nach einem schweren Unfall im August 2019 wartete auf von Zitzewitz ein langwieriger Heilungsprozess. Nun feiert er sein Dakar-Comeback. "Wir wollen eine gute Rolle spielen und im Kampf um die Podiumsplatzierungen mitmischen", sagte er.

Kompliziert wird die Aufgabe in jedem Fall. 7776 km müssen auf den zwölf Etappen plus Prolog absolviert werden, davon 4528 km als Wertungsprüfungen. Die Anforderungen sind extrem, schon früh führt durch die Route durch die fast menschenleere Rub al-Chali, die größte Sandwüste der Welt. FOTO: DPA

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