Kurzer Schreckmoment: Der Deckel der Wanamaker-Trophäe fällt Colin Morikawa herunter, an seinem ersten Major-Turniersieg ändert das aber nichts. FOTO: DPA
+
Kurzer Schreckmoment: Der Deckel der Wanamaker-Trophäe fällt Colin Morikawa herunter, an seinem ersten Major-Turniersieg ändert das aber nichts. FOTO: DPA

Historische Schlussrunde

  • vonDPA
    schließen

(sid). Weder beim womöglich besten Abschlag seiner Karriere noch beim Jubel-Missgeschick mit dem Pokal für seinen Sieg beim PGA Championship hatte Collin Morikawa viele Zuschauer. In Erinnerung bleiben werden die beiden Szenen aber vielen Golf-Fans.

Der erst 23 Jahre alte Amerikaner holte nicht nur den ersten Major-Sieg seiner Karriere, sondern begeisterte am Schlusstag in San Francisco mit einer 64er-Runde zum Abschluss. Besser war nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP an einem Schlusstag seit 25 Jahren kein PGA-Champion mehr.

"Es ist großartig. Das war ein Lebensziel von mir", sagte er dem US-TV-Sender CBS, nachdem ihm beim Jubeln kurz zuvor der Deckel von der Trophäe gefallen war.

Bejubelt wurde Morikawa für seinen Erfolg allerdings einzig von den Helfern des Turniers, das wegen der Corona-Pandemie ebenfalls ohne Zuschauer stattfand. Die Vorentscheidung in dem engen Feld war ein Eagle am 16. Loch, als er den Golfball mit einem beeindruckenden Abschlag nur wenige Meter vom Loch platzierte und dann ruhig blieb. Zuvor hatte er am 14. Loch mit einem Chip aus etwa zwölf Metern die Führung übernommen. "Das war das eine Mal, dass ich mir gewünscht hätte, es gäbe Zuschauer", meinte Morikawa.

Mit nach insgesamt 267 Schlägen zwei Schlägen Vorsprung auf seinen Landsmann Dustin Johnson und den Briten Paul Casey machte er den Sieg beim ersten Major (Preisgeld: elf Millionen Dollar) des Jahres perfekt. Nur sechs Spieler vor ihm holten ihren ersten Major-Sieg vor dem 24. Geburtstag.

Martin Kaymer, einziger deutscher Starter, war nach einem schwachen zweiten Tag am Cut gescheitert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare