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Hertha-Trainer Korkut fordert Zusammenhalt

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(sid). Tayfun Korkut haute lautstark mit der Faust in eine Hand, um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen. »Jetzt geht es um Nehmerqualitäten«, sagte der glücklose Trainer von Hertha BSC. Einen Tag nach der 1:6 (0:1)-Pleite im Heimspiel gegen RB Leipzig gab sich Korkut zwar kämpferisch, doch der Druck und die Zweifel an seiner Arbeit haben zugenommen.

In seinen zehn Spielen kommt Korkut nur auf einen Punkteschnitt von 0,9, sein Vorgänger Pal Dardai (1,08) war erfolgreicher. Der sechste Abstieg der Klubgeschichte droht mehr denn je. Trotzdem stärkte Geschäftsführer Fredi Bobic dem Trainer, den er vor knapp drei Monaten aus dem Hut gezaubert hatte, den Rücken. »Er hat einen ganz klaren Plan und jammert auch nicht«, begründete Bobic sein Festhalten an Korkut. Dass eine frühe Entlassung auch Bobics eigene Position schwächen würde, dürfte womöglich auch eine Rolle spielen.

Fakt ist: Korkut sitzt im kommenden Auswärtsspiel am Samstag beim SC Freiburg auf der Bank. Ein 1:6 wie gegen RB darf sich aber unter keinen Umständen wiederholen.

Er sei »brutal enttäuscht« über das »wahnsinnige Ergebnis«, gab Bobic zu. Doch genau wie Korkut wollte er die Partie in zwei Teilen betrachten: Bis zur Roten Karte von Abwehrchef Marc Oliver Kempf (62./ ein Spiel Sperre) und danach. »Das Ergebnis will und kann ich nicht kleinreden«, meinte Korkut: »Aber ich werde mir auch die Leistung nicht kleinreden lassen.« Dass sein Team in Unterzahl fünf Gegentore kassierte, wollte Korkut nicht überbewerten: »Das hat nichts mit Mentalität oder Willen zu tun.« Die Corona-Fälle - gegen RB fielen acht Profis aus - wollte Korkut auch nicht als Ausrede benutzen. »Wir sind noch über dem Strich - und da werden wir auch bleiben.«

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