Skilanglauf

Hennig bläst zum Tour-Angriff

(sid). Katharina Hennigs Erfolgsrezept für das erste Highlight des Olympiawinters ist denkbar einfach. »Tee, Schlaf und Ruhe« verordnete sich die Sächsin nach einem hartnäckigen Schnupfen, der die Vorbereitung auf die Tour de Ski empfindlich störte. Doch wenn am Dienstag im Schweizer Lenzerheide die »Tour de France der Skilangläufer« beginnt, steht Hennig selbstredend am Start, Erkältung hin oder her.

Die wie Kombinierer-König Eric Frenzel aus Annaberg-Buchholz stammende Hennig sorgt derzeit zumindest für ein wenig Glanz im deutschen Loipen-Team, das seit Jahren arg gebeutelt ist. Ende November lief die 25-Jährige beim Saisonstart im eiskalten Finnland überraschend auf Rang drei, nur wenige Sekunden hinter der seit Jahren alles überragenden Therese Johaug aus Norwegen.

»Ich hätte im Leben nicht erwartet, dass meine Saison so beginnt«, sagte Hennig. Wohl wahr: Ein DSV-Podium am ersten Weltcup-Wochenende hatte es zuletzt 2013 durch die heutige Biathletin Denise Herrmann gegeben. Am 12. Dezember ließ Hennig dann im von ihr ungeliebten Freistilrennen mit Einzelstart als Neunte das beste Ergebnis ihrer Karriere folgen.

Die Form stimmt also. Für die Tour de Ski, bei der sechs Rennen in drei Ländern auf dem Programm stehen und am Freitag und Samstag auch Oberstdorf Gastgeber ist, ist Hennig daher die Hoffnungsträgerin im Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Bei den vergangenen zwei Ausgaben war sie als Achte der Gesamtwertung jeweils beste Deutsche, nun könnte sie sogar für das beste DSV-Ergebnis der Geschichte sorgen. Bislang teilen sich Claudia Nystad (2007/08) und Katrin Zeller (2011/12) als jeweils Sechste die Bestmarke.

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