Zwist in der 3. Liga

Henke tritt Trainer Saibene

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(dpa). Zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr gab sich die 3. Liga viel Mühe, öffentlich ein gespaltenes Bild abzugeben. An einem kalten Herbstabend konnte man sich nun daran erinnert fühlen, diesmal aber auf dem Fußballrasen: In Kaiserslautern trat Ingolstadts Sportdirektor Michael Henke nach der Partie (1:1) seinem früheren Trainer Jeff Saibene von hinten in die Füße, beim Duell zwischen dem TSV 1860 und Aufsteiger 1. FC Saarbrücken blieb es bei verbalen Wortgefechten.

Saibene, der erst im Frühjahr in Ingolstadt freigestellt worden war, regte sich nach dem leichten Tritt auf und wollte Henke zunächst sogar hinterherrennen. "Es ist nicht der Rede wert, es war ein kleines Gerangel. Ich habe einen Tritt von ihm gespürt, aber es ist komplett harmlos", sagte der Luxemburger später. Zuvor hatte er im TV-Interview bei Magentasport angedeutet: "Sie haben es ja gesehen die Bilder, kein Kommentar." Als Saibene in der Aufzeichnung sah, dass ihn sein Torwart festhielt, damit er nicht auf den Ingolstädter losgeht, lachte er: "Das war vielleicht besser für Henke!"

Beim Gastspiel in München störte sich Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok nach dem 2:1-Sieg seines Teams am Auftreten seines Gegenübers Michael Köllner. "Dass ein gegnerischer Trainer meinen Spieler nach so einer Aktion als dumm und/oder doof bezeichnet, finde ich skandalös. Er hat keine Charakterstärke gezeigt", prangerte Kwasniok an. Köllner relativierte, man dürfe "nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen". Die 3. Liga sorgt für skurrile Geschichten.

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