Hellmann kritisiert Team und Trainer

(dpa). Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hat Mannschaft und Trainer nach dem Verspielen der Champions League scharf kritisiert. »Nach 60 Jahren ohne Champions League hatten wir eine historische Chance. Wir haben versagt. Ich kann die Wut und Enttäuschung der Fans verstehen«, sagte der 49 Jahre alte Funktionär bei Sport1 (Montag), der sich auch in anderen Medien sehr kritisch äußerte.

Die Hessen haben einen Vorsprung von sieben Punkten auf Borussia Dortmund verspielt und werden die Saison nun nicht auf einem der Champions- League-Ränge, sondern nur auf Platz fünf beenden. »Wir können in Anbetracht der letzten Ergebnisse nicht von einem tollen Saisonergebnis oder einer tollen Leistung sprechen«, fügte Hellmann an. Vor allem das 3:4 gegen den längst abgestiegenen FC Schalke 04 am Samstag störte Hellmann. »Die Mannschaft hat den deutlichen Vorsprung auf Borussia Dortmund aus der Hand gegeben. Wir haben uns gegen Schalke blamiert.«

Sowohl Trainer Adi Hütter (nach Gladbach) als auch Sportvorstand Fredi Bobic (zu Hertha) verlassen den Klub am Saisonende. Mit Blick auf die Umstände rund um Hütters Abgang kommentierte Hellmann: »Da ist viel Glaubwürdigkeit verloren gegangen.« Wer in der kommenden Saison auf den Österreicher folgt, ist noch offen.

Eintracht holt Fabio Blanco

Derweil hat die Eintracht das spanische Talent Fabio Blanco verpflichtet. Der 17 Jahre alte Offensivspieler kommt vom FC Valencia und unterschreibt bei den Hessen einen Vertrag bis 30. Juni 2023, wie die Hessen am Montag mitteilten. »Fabio Blanco Gómez war von einigen Topvereinen Europas stark umworben, doch letztendlich hat die gute Perspektive hier in Frankfurt den Ausschlag gegeben«, sagte Direktor Profifußball Ben Manga. Er lobte vor allem die »technischen Fertigkeiten« des Profis, der auf der Außenbahn am stärksten ist.

Blanco soll ab Sommer »vornehmlich in der Bundesliga-Mannschaft« der Eintracht spielen, ist aber auch für die U19 der Hessen spielberechtigt. Der Spieler selbst verwies auf die »sehr gute Entwicklung« des Vereins. Entwickeln wolle er sich nicht nur sportlich, sondern »fernab meiner Heimat auch im persönlichen Bereich«.

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