Heil: "Spiele mit Masken nicht vorstellbar"

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(sid/dpa). Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich gegen den Vorschlag einer Maskenpflicht im Fußball ausgesprochen. "Ich halte Spiele mit Masken nicht für vorstellbar. Mit der Deutschen Fußball-Liga werde derzeit an "anderen praktikablen Lösungen gearbeitet", sagte Heil der "Bild am Sonntag". Sein Ministerium hatte zuletzt in einem internen Papier das Tragen von Masken während der Bundesligaspiele vorgeschlagen.

Er verstehe den Wunsch vieler nach dem "Wiederanpfiff", sagte der Politiker, aber auch für Profifußballer und Vereinsmitarbeiter gelte als Arbeitnehmer der Arbeitsschutz. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sprach sich indes für die Wiederaufnahme der Bundesligasaison im Mai aus. Es würde ihn sehr freuen, "wenn es in der zweiten Mai-Hälfte" wieder losgehen könne.

Spiele am Wunschtermin 9. Mai scheinen zum jetzigen Zeitpunkt ein Ding der Unmöglichkeit. Bis das Konzept der DFL von der DFL abgesegnet wird, vergehen wohl noch Tage, vielleicht sogar Wochen. Und auch die Spieler hegen Skepsis an einem schnellen Start. Eintracht Frankfurts Mittelfeldspieler Dominik Kohr hält einen Kaltstart der Bundesliga für nicht denkbar. "Ich kann mir nicht vorstellen, von heute auf morgen auf einmal wieder Fußball zu spielen. Auch in den Saisonvorbereitungen hat man als Mannschaft mindestens zwei Wochen Trainingszeit", sagte der 26-Jährige in einem Interview auf der Eintracht-Homepage.

Kritik an der schnellen zuschauerlosen Bundesliga-Fortsetzung gibt es von vielen Seiten - auch von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). GdP-Vize Jörg Radek sagte der "FAS": Wenn das Stadion zu einem potenziellen Ziel von Fans werde, sei dies "verheerend". "Es darf während dieser Pandemie nicht zu großen Menschenansammlungen vor den Stadiontoren kommen. Das ist nicht nur verboten, es wäre unverantwortlich."

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