Die Leverkusener feiern ihren Torschützen Leon Bailey (am Boden), der soeben das 3:2 für Bayer geköpft hat. Torhüter Ohad Levita ist konsterniert. FOTO: AFP
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Die Leverkusener feiern ihren Torschützen Leon Bailey (am Boden), der soeben das 3:2 für Bayer geköpft hat. Torhüter Ohad Levita ist konsterniert. FOTO: AFP

Ein hartes Stück Arbeit

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(sid). Nach kräftezehrenden Wochen und vom Regen durchnässt fiel der Jubel der Leverkusener Spieler um Matchwinner Leon Bailey verhalten aus. Doch die Werkself hatte sich im sechsten Spiel in 20 Tagen und trotz einer 3000 Kilometer langen Anreise selbst belohnt: Dank des hart erkämpften 4:2 (2:2)-Erfolgs in der Europa League beim israelischen Pokalsieger Hapoel Be’er Scheva hat das Team von Trainer Peter Bosz als Erster der Gruppe C beste Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde. Bailey (5., 75.), ein Eigentor von Or Dadia (39.) und Florian Wirtz (88.) sorgten dafür, dass die Werkself mit sechs Punkten die Tabellenspitze übernahm. Dabei hatte der starke Elton Acolatse (11., 25) mit seinen zwei Toren die Gäste vor Probleme gestellt.

"Ich bin mit der zweiten Halbzeit zufriedener als mit der ersten. Da haben wir sehr schlecht gespielt, da muss man froh sein, dass es zur Halbzeit nur 2:2 steht. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und am Ende verdient gewonnen", sagte Bosz. Nun gilt bis zum Rückspiel in drei Wochen die ganze Konzentration wieder der Bundesliga, in der es zuletzt drei Siege in Serie gab. Dort steht am Sonntag mit dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach das nächste schwere Spiel auf dem Programm.

Bosz wechselte im Vergleich zum 4:2-Erfolg in Freiburg am vergangenen Wochenende munter durch - und zunächst schien der Plan aufzugehen: Schon nach fünf Minuten traf Bailey nach einem schönen Pass von U21-Nationalspieler Wirtz zur Führung. Doch dann schlugen die Gastgeber in Person von Acolatse zurück. Der Niederländer durfte zunächst weitgehend unbedrängt auf das Leverkusener Tor zulaufen, schoss einfach mal - und traf. Eine Viertelstunde später düpierte er die Leverkusener Abwehr und traf erneut.

Die Gäste waren zwar feldüberlegen, erarbeiteten sich aber kaum klare Chancen. Hapoel konnte dagegen aus einer massierten Defensive immer wieder Nadelstiche setzen. Acolatse wurde in der 36. Minute noch einmal in letzter Sekunde geblockt.

Irgendwie war es folgerichtig, dass Leverkusen dann von einem Eigentor profitierte. Or Dadia köpfte einen zunächst vom eigenen Torwart abgewehrten Ball unglücklich ins eigene Netz. Auch in der zweiten Halbzeit tat sich die Werkself schwer. Nach Baileys zweitem Tor hatten die Leverkusener Glück, dass der eingewechselte Itamar Shviro (86.) nur die Latte traf. Wenig später entschied Wirtz die Partie endgültig.

Be’er Scheva: Levita - Taha, Kabha (84. Varenne), Vitor - Dadia, Bareiro, Goldberg (84. Safouri) - Agudelo (64. Shviro), Josue, Sallalich (64. Yosefi) - Acolatse (88. Meli).

Leverkusen: Hradecky - Jedvaj (62. Lars Bender), Tah, Dragovic, Wendell - Palacios - Wirtz, Demirbay - Amiri - Bailey, Alario (46. Diaby).

Im Stenogramm: SR: Petrescu (Rumänien). - Tore: 0:1 Bailey (5.), 1:1 Acolatse (11.), 2:1 Acolatse (25.), 2:2 Dadia (38. Eigentor), 2:3 Bailey (75.), 2:4 Wirtz (88.). - Gelbe Karten: Sallalich - Alario, Demirbay.

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