Ringer-WM

Happy End für Stäbler

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(dpa). Die Bronzemedaille glänzte für Frank Stäbler fast golden - und auch Denis Kudla feierte sein Edelmetall. Mit einem körperlich wie mentalen Kraftakt hat Ausnahmeringer Stäbler bei seiner letzten WM das Podium erklommen und durch die Qualifikation für Olympia sein großes Ziel erreicht. "Das war so unglaublich schwer", erzählte der Routinier, der 24 Stunden nach einer Achtelfinal-Pleite doch noch ein Happy End feierte. Der 30-Jährige gewann erst in der Hoffnungsrunde beide Kämpfe und am Montag im kasachischen Nur-Sultan den Kampf um Platz drei gegen den Ägypter Mohamed Elsayed. Kurz danach legte Kudla ebenfalls mit Bronze über Mikalai Stadub aus Weißrussland nach.

Mit zwei Medaillen kann der deutsche Ringer-Bund bereits nach dem zweiten Finaltag ein erfreuliches Fazit des Saisonhöhepunkts ziehen - zumal auch Schwergewichtler Eduard Popp als dritter Griechisch-Römisch-Ringer die Olympia-Qualifikation schaffte und heute ebenfalls um Bronze kämpft.

Die härteste Aufgabe hatte Stäbler zu bewältigen. Den 30 Jahre alten Spitzenathleten aus Musberg in Baden-Württemberg konnten weder die Gegner in der Hoffnungsrunde noch die Folgen einer unverzichtbaren Extrem-Diät aufhalten. Weil seine 72-Kilogramm-Gewichtsklasse aus dem Olympia-Programm gestrichen worden war, musste er für die Chance auf seine letzten Sommerspiele auf 67 Kilogramm abnehmen. Und das ging am Ende nur durch einen fast vollständigen Nahrungs- und Wasserentzug.

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