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Erstmals seit knapp fünf Monaten dürfen Zuschauer in ein Fußballstadion. Hansa Rostock prescht mit Genehmigung der Politik vor.

Hansas Pilotprojekt

  • VonSID
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(sid) Das Spiel war bereits angepfiffen und die Musik abgestellt, als die rund 700 Rostocker Fans die Vereinshymne »Hansa forever« einfach weiter trällerten. Der Gesang war zwar nicht gerade ohrenbetäubend, die Schalparade wies reichlich Lücken auf, es roch auch nicht nach Bratwurst und Bier. Und doch war am Samstagnachmittag so etwas wie Stadion-Atmosphäre zu spüren.

Erstmals seit dem 1. November 2019 waren beim Drittligaspiel zwischen Hansa Rostock und dem Halleschen FC (1:0) wieder Fans erlaubt. Offiziell gezählte 702 Zuschauer feierten im Ostseestadion den wichtigen Sieg der Mecklenburger im Aufstiegsrennen - und ihre eigene Rückkehr. »Wir haben es genossen und den Fans auch etwas zurückgegeben, indem wir dieses Spiel auch für sie gewonnen haben«, sagte Hansa-Trainer Jens Härtel im NDR. Siegtorschütze John Verhoek sprach hinterher von einem »geilen Gefühl«.

Aber nicht nur atmosphärisch war das Pilotprojekt ein Erfolg, auch organisatorisch zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit. Die wichtigste Nachricht: Die 1100 Coronatests fielen negativ aus. Im Großen und Ganzen sei »alles gut gelungen«, sagte Hansa-Vorstandschef Robert Marien. Die Polizei musste Verstöße gegen die Hygienemaßnahmen nicht ahnden, und Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen meinte: »Für Rostock ist das ein großer Tag.«

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