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Monster-Dunk von Milwaukee-Forward Giannis Antetokounmpo.

Hand an Trophäe

(sid). Der rechte Zeigefinger des »Greek Freak« schnellte kurz nach oben, dann hob der Ausnahmeathlet ab und ließ es krachen. Mit einem spektakulären Alley-oop-Dunk machte Giannis Antetokounmpo die Wende in den NBA-Finals perfekt und brachte die Milwaukee Bucks ganz nah an ihren zweiten Titel - nach 50 Jahren Wartezeit.

»Bei dem Pass ging es nur um Vertrauen«, sagte Antetokounmpo zum perfekten Zusammenspiel mit Jrue Holiday, das den 123:119-Sieg letztlich perfekt machte und nach 0:2-Rückstand in der Serie für die 3:2-Führung der Bucks sorgte: »Wir haben großartigen Basketball gespielt und die Ruhe bewahrt, auch als wir in Rückstand geraten sind. Das sind die NBA Finals, da muss man alles geben.«

Alles geben für den ersten Titel seit 1971 - damals angeführt von Ikonen wie Kareem Abdul-Jabbar, der mit seiner Physis und seiner legendären »Skyhook«-Bewegung am Korb nicht zu stoppen war, und dem starken Gestalter Oscar Robertson. Antetokounmpo kombiniert ein Stück weit die Spielstile der beiden Idole.

»Er ist so ungewöhnlich«, sagte Abdul-Jabbar der New York Times: »Er kann alle fünf Positionen spielen.« Neben 32 Punkten und neun Rebounds standen nach Spiel fünf, in dem Milwaukee den dritten Sieg in Serie einfuhr, auch wieder sechs Assists in der Statistik für den 26 Jahre alten Griechen, der mit seinem Team nun in der Nacht zum Mittwoch (3 Uhr MESZ/DAZN) vor eigener Kulisse einen Matchball in der Best-of-seven-Serie hat.

Neben seinem herausragenden Talent macht den 2,11-Meter-Mann mittlerweile auch sein mentaler Ansatz stark, daran hat er viel gearbeitet. »Wenn man sich auf die Vergangenheit konzentriert, geht es um das Ego. Wenn man sich auf die Zukunft fokussiert, spricht der Stolz aus dir«, sagte Antetokounmpo zu seiner gedanklichen Herangehensweise an bedeutende Partien.

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