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Bereits im Viertelfinale kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Finales zwischen Paris Saint Germain mit Neymar (2. v. l.) und den Münchner Bayern um Niklas Süle (l.), Joshua Kimmich (r.) und Thomas Müller.

Hammerlose für FCB und BVB

Schwere Viertelfinal-Lose für Bayern München und Borussia Dortmund: Der Titelverteidiger bekommt es in der Champions League mit Paris, der BVB mit Manchester City zu tun. Im Halbfinale winkt ein deutsches Duell.

Weltfußballer Robert Lewandowski mit seinem FC Bayern in der Finalrevanche gegen Kylian Mbappe und Paris St. Germain, Borussia Dortmund gegen Pep Guardiola und Manchester City - und danach womöglich ein deutsches Duell wie 2013 in Wembley: Die Münchner Titelverteidiger und der BVB dürfen sich auch ohne Zuschauer auf heiße Champions-League-Nächte freuen und von einem Klassiker im Halbfinale träumen.

Der Münchner Sportvorstand Hasan Salihamidzic hob die Augenbrauen und richtete sich leicht erschrocken den Hemdkragen, als »Losfee« Hamit Altintop am UEFA-Sitz in Nyon die Neuauflage des Vorjahresendspiels schon im Viertelfinale perfekt gemacht hatte. Noch schwerer schluckten sie in Dortmund beim Gegner ManCity um den Ex-Borussen Ilkay Gündogan.

Paris, sagte Bayern-Vorstand Oliver Kahn, sei »ein absoluter Hammer-Gegner«. Auch er musste »sofort ans Finale in Lissabon denken«, in dem die Bayern dank Goldjunge Kingsley Coman mit 1:0 triumphiert hatten. »Es ist ein tolles Los«, sagte Finalheld Coman.

Gegen das Starensemble um Wunderknabe Mbappe und Weltstar Neymar werde der deutsche Rekordmeister »auf höchstem Niveau gefordert«, meinte Salihamidzic. Kapitän Manuel Neuer erwartet »zwei gigantische Spiele«.

Aber, betonte Kahn, »wir haben gezeigt, dass wir im Moment die beste Mannschaft in Europa sind - uns muss man auch erst mal schlagen«. Deshalb sagte Salihamidzic schon vor dem Rendezvous mit Paris und den Nationalspielern Julian Draxler und Thilo Kehrer selbstbewusst: »Wir wollen ins Finale.« Dort ist am 29. Mai im Atatürk-Stadion von Istanbul der Henkelpott das Traum-Ziel. Zuvor könnte es zu einer weiteren Final-Neuauflage kommen: Sollten die Bayern und Dortmund im April (Hinspiele 6./7., Rückspiele 13./14.) die Oberhand behalten, würden sie in der Runde der letzten vier aufeinandertreffen - wie vor acht Jahren im »German Final« von London.

Obwohl Paris im Achtelfinale mit vier Mbappe-Toren den FC Barcelona um Lionel Messi ausschaltete (4:1/1:1), sind die Bayern leicht favorisiert. Der BVB ist gegen den designierten englischen Meister dagegen klarer Außenseiter. »Ehrlich gesagt habe ich mir zwei Mannschaften nicht gewünscht - eine davon war ManCity, weil ich sie als Topfavoriten sehe«, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, »das ist ein harter Brocken, ein Hammer-Los.« Das Wiedersehen mit Gündogan werde aber »cool«. In den weiteren Begegnungen bekommt es Jürgen Klopps FC Liverpool mit Real Madrid zu tun. Thomas Tuchels FC Chelsea mit dem Nationalspieler-Trio Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger zog mit dem einzigen Gruppenzweiten FC Porto das vermeintlich leichteste Los.

Die Spiele dürften allesamt vor leeren Rängen ausgetragen werden. Ob alle Klubs ihr Heimrecht behalten können, ist offen. Dortmund etwa muss wegen der Pandemielage womöglich wie Borussia Mönchengladbach im Achtelfinale gegen City (0:2/0:2) nach Budapest ausweichen. »Ich hoffe, dass wir die Möglichkeit bekommen werden, in Dortmund zu spielen«, sagte Kehl.

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