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Hamilton holt auf

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Lewis Hamilton siegt in Katar und hat nun nur noch acht Punkte Rückstand auf den Gesamtführenden Max Verstappen. © DPA Deutsche Presseagentur

Zweiter Sieg nacheinander. Hamilton verkürzt weiter den Rückstand im WM-Kampf. Die Premiere in Katar wird zur Solo-Show des Briten mit einer besonderen Note im Kampf für Menschenrechte. Verstappen wird Zweiter - von Startplatz sieben aus.

Unter dem tosenden Lärm des Feuerwerks über dem hell erleuchteten Losail International Circuit zeigte Lewis Hamilton kurz die Siegerfaust, ehe er schweißgebadet das Formel-1-Premierenpodium im umstrittenen Emirat Katar bestieg. Mit seinem neuen demonstrativen Regenbogen-Helm setzte der siebenmalige Weltmeister seine Aufholjagd im erbitterten WM-Kampf fort und lieferte am Sonntag eine erneute Machtdemonstration ab. »Ich bin alleine vorneweg gefahren, so was kann man auch genießen«, sagte Hamilton, der seinen WM-Widersacher Max Verstappen im Red Bull um mehr als acht Sekunden auf den zweiten Platz verwies. »Die Punkte heute haben wir gebraucht«, betonte Hamilton, ehe es statt Nobelsekt Rosenwasser gab.

Nach dem zweiten Erfolg nacheinander liegt der 36 Jahre alte Brite bei noch zwei ausstehenden Rennen nur noch acht Punkte hinter Verstappen. Dem zwölf Jahre jüngeren Niederländer gelang beim Großen Preis von Katar am Sonntag auch vor den Augen von FIFA-Boss Gianni Infantino exakt ein Jahr vor Beginn der Fußball-WM dennoch maximale Schadensbegrenzung nach einer Startplatzstrafe. »Am Ende des Tages war es gut«, sagte er und freute sich auch noch über den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde vorm nächsten viel diskutierten Rennen in zwei Wochen in Saudi-Arabien.

Dritter wurde beim 102. Grand-Prix-Sieg nach der 102. Pole von Hamilton sensationell der zweifache Weltmeister Fernando Alonso mit 40 Jahren im Alpine. »Ich habe so lange darauf gewartet«, sagte der Spanier nach Olé, Ole-Rufen noch im Auto - 2014 hatte er es zuletzt aufs Podium geschafft. Sebastian Vettel holte im Aston Martin einen Punkt als Zehnter. Mick Schumacher wurde im Haas 16.

Verstappen holte gegen einen rechtzeitig zur entscheidenden WM-Phase wieder erstarkten Hamilton das Beste raus, nachdem die Stimmung beim ehemaligen Branchenführer schon mächtig im Keller gewesen war. Zunächst verpasste Sergio Perez im zweiten Wagen die Top Ten in der Qualifikation und fehlte als taktischer Gehilfe im Kampf gegen die Silberpfeile als letztlich Vierter. Und dann bekam Verstappen knapp zwei Stunden vor dem Rennstart auch noch eine Strafe von fünf Positionen nach Missachtung - wenn auch fälschlich - doppelt geschwenkter Gelber Flaggen in der K.-o.-Ausscheidung. Startrang sieben statt zwei direkt neben Pole-Hamilton.

Wie frappierend die Hamilton-Dominanz eine Woche nach seinem famosen Sieg in Sao Paulo war, zeigte das Zeitentableau: Vor dem ersten Boxenstopp lag Alonso auf Platz drei über eine halbe Minute zurück. Und so konnte der Superstar entspannt auf den Reifenwechsel von Verstappen reagieren. Er selbst wollte zwar gar nicht und haderte, die Box holte ihn aber rein. An der Reihenfolge änderte es nichts.

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