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In der Dämmerung von Dschidda dreht Lewis Hamilton seine Trainingsrunden.

Hamilton hängt Verstappen ab

Max Verstappen und Lewis Hamilton duellieren sich ein erstes Mal auf dem brandneuen Straßenkurs in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda. Die ersten starken Zeichen im WM-Zweikampf setzt der Verfolger.

Im Funkenflug von Dschidda hat Max Verstappen einen schweren Dämpfer im WM-Duell mit Lewis Hamilton kassiert. Der Spitzenreiter musste sich bei der Formel-1-Premiere in Saudi-Arabien seinem englischen Verfolger in beiden Trainings geschlagen geben. Mit Platz zwei im Auftakttraining bei Dämmerung und nur Rang vier in der zweiten Einheit verpasste Verstappen den erhofften Schub für den möglichen vorzeitigen Titelgewinn.

Hamilton war am Freitag nicht einzufangen. Einmal musste er sogar eine Kollision mit Nikita Masepin im Haas verhindern, der die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte und sich drehte. Seine Bestzeit von 1:29,786 Minuten verbesserte Hamilton im zweiten Training unter Flutlicht sogar noch auf 1:29,018 Minuten. Teamkollege Valtteri Bottas landete in der Nachtsession direkt hinter ihm. Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel wurde 16., Mick Schumacher kam im Haas nicht über Platz 18 hinaus.

Immer wieder sprühten die Funken, wenn die Unterböden der Autos über die Randsteine und den Asphalt auf dem 6,174 Kilometer langen Dschidda Corniche Circuit schlitterten. Den Piloten war anzusehen, dass sie bei ihren ersten Ausfahrten auf der schnellen und brandneuen Strecke ordentlich zu kämpfen hatten.

Nach einem heftigen Crash von Ferrari-Pilot Charles Leclerc wurde das zweite Training sogar vorzeitig beendet. Der Monegasse verlor rund fünf Minuten vor Ende in Kurve 22 die Kontrolle über seinen Wagen, drehte sich und krachte anschließend in die Streckenbegrenzung. Der 24-Jährige konnte selbstständig aus seinem schwer beschädigten Wagen aussteigen. Leclerc wurde vorsichtshalber zum Streckenarzt gebracht.

Verstappen fühlt sich trotz des mäßigen Auftakts bereit für den letzten Akt im Generationenkampf - ob in Saudi-Arabien oder in Abu Dhabi. »Gegen Lewis zu kämpfen, ist generell gut für den Sport - ein junger Kerl gegen den mehrfachen Weltmeister«, sagte der 24-Jährige über das Duell mit dem 36-Jährigen. DPA

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