Leroy Sané fehlt den Bayern heute Abend gegen den BVB - und eventuell noch länger. FOTO: DPA
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Leroy Sané fehlt den Bayern heute Abend gegen den BVB - und eventuell noch länger. FOTO: DPA

Härtetest zur Unzeit

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(sid). Hansi Flick hätte wohl nichts dagegen, wenn seine gestressten Spieler in dieser Woche mal ihre müden Füße hochlegen könnten. Doch der Spielplan ist pickepackevoll und zwingt Bayern München schon die nächste Herausforderung auf - den deutschen Supercup gegen Borussia Dortmund. Daher sagte Flick am Tag vor dem Spiel am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF, DAZN) tapfer lächelnd: "Das ist kein Wunschkonzert. Der Supercup gehört zum deutschen Fußball. Und wir versuchen, das Spiel zu gewinnen." Und damit einen fünften Titel in diesem Jahr.

Auch in Dortmund betonen sie die Bedeutung des Supercups, der sonst als prestigeträchtiger Härtetest Anfang August ausgetragen wird. "Jedes Spiel zwischen diesen beiden Klubs wird von beiden ernst genommen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, denn: "Es geht um einen Titel." Watzke bedauerte lediglich, "dass das Spiel ohne Fans ausgetragen wird." Die Stadt München hatte mit Blick auf eine Indidenzzahl über dem relevanten Wert von 35 (Dienstag: 37,9) keine Zuschauer erlaubt.

Für den FC Bayern ist selbstverständlich, dass auf die erste Niederlage in diesem Jahr der fünfte Titel folgen soll - der zunehmenden Belastung zum Trotz. "Wir suchen keine Ausreden", betonte Kapitän Manuel Neuer bereits nach dem 1:4 bei der TSG Hoffenheim, "dementsprechend können wir nicht so viel darüber sprechen, dass wir nach dem Spiel kaputt sind, sondern wir müssen das annehmen."

Fehlen wird dabei und im Gegensatz zum europäischen Supercup in der vergangenen Woche gegen den FC Sevilla (2:1 n.V.) Leroy Sane. Der Nationalspieler fällt wegen einer Kapselverletzung im rechten Knie aus. Fraglich ist auch ein Einsatz von David Alaba. Der Österreicher, noch immer in Verhandlungen über einen Vertrag ab 2021, laboriert an muskulären Problemen.

Ansonsten versuchte Flick, die Belastung seiner Mannschaft wegzulächeln und kleinzureden: "Es ist noch keiner gekommen, der gesagt hat, er braucht eine Pause." Vielmehr will er dem Spiel zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt lieber das Positive abgewinnen. Bayern gegen den BVB, betonte Flick, sei "letztendlich immer ein absoluter Klassiker in Deutschland".

So schlapp wie die Bayern sind die Dortmunder derzeit nicht. Ihnen mangelte es beim 0:2 beim FC Augsburg dafür offenkundig an Erfahrung - und an Geduld, wie Trainer Lucien Favre gleich mehrfach sagte. Erfahrung können die Dortmunder in jedem Fall sammeln, weshalb Marco Reus auch behauptete: "Ich würde schon sagen, dass wir das Spiel brauchen." Nicht dabei sind allerdings Stürmer Jadon Sancho und Stammtorhüter Roman Bürki, beide fehlen wegen Atemwegsinfekten.

Die voraussichtlichen Aufstellungen: München: Neuer - Pavard, Süle, Alaba, Hernandez - Kimmich, Goretzka - Gnabry, Müller, Sane - Lewandowski.

Dortmund: Hitz - Can, Hummels, Akanji - Bellingham, Witsel - Reus, Brandt, Guerreiro - Reus, Haaland.

Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus.

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