Der Formel-1-"Notkalender" sieht im Juli eine Rückkehr auf die Rennstrecken vor. FOTO: DPA
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Der Formel-1-"Notkalender" sieht im Juli eine Rückkehr auf die Rennstrecken vor. FOTO: DPA

Günstiger und besser

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(sid). Der Weg ist frei, die Formel-1-Teams haben sich inmitten der Coronakrise auf einen Sparplan für ihre Zukunft geeinigt. Nach wochenlangen Diskussionen stimmten die Teams per e-Voting für die Einführung einer nochmals gesenkten Budgetobergrenze, das berichten die BBC und das Fachmagazin Autosport übereinstimmend. Die Deckelung soll demnach schon ab dem kommenden Jahr bei 145 Millionen US-Dollar (133 Millionen Euro) liegen.

Abhängig ist das Konstrukt allerdings von der Anzahl der Rennen. Sollte es im kommenden Jahr mehr als 21 Grand Prix geben, käme für jedes weitere Renn-Wochenende eine Million Dollar (ca. 925 000 Euro) obendrauf, pro gestrichenem Rennen gäbe es eine Million weniger. Kein Bestandteil der Deckelung sind die Gehälter der Fahrer sowie der drei bestbezahlten Angestellten des Teams, außerdem die Ausgaben für Werbung und Marketing. Ein offizielles Statement zu dieser Einigung blieb zunächst aus.

In den folgenden Jahren soll es schrittweise weitergehen. 2022 soll das für die Teams verfügbare Budget noch 140 Millionen Dollar betragen und in der Zeit von 2023 bis 2025 auf 135 Millionen sinken. Der Plan muss noch vom Weltrat des Motorsport-Weltverbandes FIA abgesegnet werden, dies gilt allerdings als Formalie und könnte schon in der kommenden Woche passieren.

Die neue Vereinbarung soll dabei helfen, die Existenz der kleineren Rennställe zu retten, die Chancengleichheit und den Wettbewerb im gesamten Feld zu erhöhen, neue Teams anzulocken und damit insgesamt das Fortbestehen der Formel 1 zu sichern.

Der zuvor angedachte Budgetdeckel für 2021 lag bei 175 Millionen Dollar, die Rennställe hinter den großen Drei Mercedes, Ferrari und Red Bull hätten diesen angesichts der Coronakrise gerne auf 100 Millionen gesenkt. Vor allem Ferrari tat sich hier allerdings als lautstarker Gegner hervor, mit dem Kompromiss scheint die Scuderia nun einverstanden.

Neben der Einigung auf die Obergrenze sollen weitere Beschlüsse die Show verbessern: So soll den weniger erfolgreichen Teams künftig verhältnismäßig mehr Zeit zur Entwicklung der Aerodynamik eingeräumt werden, zudem sollen Einheitsteile zur Kostensenkung beitragen.

Eine Angleichung des Niveaus zwischen Spitze, Mittelfeld und Ende des Starterfeldes ist in der Formel 1 dringend notwendig: Seit März 2013 ging jeder Rennsieg an Mercedes, Ferrari oder Red Bull. Damals hatte Kimi Räikkönen im Lotus den Grand Prix von Australien gewonnen. Spätestens mit der aktuellen Krise stehen mittlerweile zudem mehrere Teams vor dem wirtschaftlichen Kollaps.

Die Formel 1 hofft, ihre Saison Anfang Juli mit Geisterrennen in Österreich zu starten und so zumindest TV-Erlöse einzustreichen.

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