_1SPOHSPORT201-B_132402_4c
+
Ilkay Gündogan spielt bei Manchester City eine starke Saison und darf nun doch aus England zu den kommenden Länderspielen anreisen.

Gündogan und Co. dürfen einreisen

(sid). Ilkay Gündogan saß lange auf gepackten Koffern, am Donnerstagnachmittag flatterte dann doch noch die frohe Botschaft ein: Der formstarke Nationalspieler von Manchester City darf England in Richtung Deutschland verlassen, er darf für die Mannschaft von Joachim Löw die Spiele der WM-Qualifikation in Duisburg bestreiten - obwohl das Vereinigte Königreich ein Virusvarianten-Gebiet ist.

Diese durchaus überraschende Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes Duisburg teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Die Zustimmung konnte »im Einklang mit der aktuell gültigen Corona-Einreiseverordnung Nordrhein-Westfalen« erteilt werden, sei allerdings gebunden an »äußerst strenge zusätzliche Auflagen« an den DFB.

Bundestrainer Löw ist zum Start in seine Abschiedstournee also nicht zur Improvisation gezwungen. Gündogan, Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Bernd Leno stehen bereit, wenn er am Freitag seinen Kader für die anstehenden Spiele verkündet: Gegen Island (25.3.) und Nordmazedonien (31.3.) tritt die DFB-Elf in Duisburg an, zwischendurch geht’s in Bukarest gegen Rumänien (28.3.).

Zumindest für Oliver Bierhoff kam die Nachricht allerdings nicht aus dem Nichts. »Wir sind zuversichtlich, auch weil die englische Mutation immer weiter verbreitet ist«, hatte der DFB-Direktor schon am Donnerstagmittag gesagt. Es seien »gute Gespräche« mit den Gesundheitsämtern in Düsseldorf (Hotel) und Duisburg (Spielort) geführt worden. Auch Gündogan selbst hatte sich hoffnungsvoll gezeigt: »Ich muss geduldig bleiben und abwarten.«

Für den Mittelfeldspieler und die übrigen England-Legionäre gelten bei Einreise allerdings strengere Regeln. Die betroffenen Spieler müssen innerhalb der bereits bestehenden »Blase« der Nationalmannschaft noch isoliert werden, sie dürfen außerhalb des Spiels, Trainings und der Mannschaftsbesprechungen keinerlei Kontakt zu anderen Personen haben. Neben den ohnehin vorgenommenen täglichen Testungen sind zudem zusätzliche tägliche Antigenschnelltests Pflicht.

Münchens Musialia und Leverkusens Wirtz sind beim Länderspiel- Dreierpack dabei

Der Kader könnte in weiten Teilen also recht gewöhnlich aussehen, neue Gesichter wird es in der DFB-Elf aber auf jeden Fall geben. Shootingstar Jamal Musiala (18) vom deutschen Rekordmeister Bayern München und Toptalent Florian Wirtz (17) von Bayer Leverkusen werden erstmals berufen, das hatte Löw bereits verkündet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare