Eisschnelllauf

Große feuert Bundestrainer

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(sid). Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) und Bundestrainer Erik Bouwman gehen getrennte Wege. Matthias Große, Lebensgefährte der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein und kommissarischer Präsident des Verbandes, verkündete am Donnerstag in Berlin das Ende der Zusammenarbeit mit dem Niederländer zum 31. Juli.

"Er ist nicht der Richtige", sagte Große zur wenig überraschenden Trennung von Bouwman. Bis zur "Klärung des Sachverhalts der Neubesetzung" übernimmt der langjährige Teamleiter Helge Jasch die sportliche Koordinierung. Eine Aussprache mit Bouwman gab es laut Große nicht.

Das Pechstein-Lager und Bouwman hatten sich in der Vergangenheit eine öffentliche Schlammschlacht geliefert. Der für den Langstreckenbereich zuständige Bouwman hatte Pechstein vor der Saison 2019/20 mitgeteilt, dass er "keinen Bock" darauf habe, dass sie zu seiner Trainingsgruppe gehöre. Es entbrannte ein heftiger Disput, Pechstein forderte eine Entschuldigung und trainierte in der Folge mit der polnischen Mannschaft.

Große will sich bei den Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung am 19. September im Amt bestätigen lassen. Ein zentraler Punkt seiner Agenda ist die Akquise neuer Sponsoren für den finanziell angeschlagenen Verband. Am Donnerstag verkündete Große die Partnerschaft mit dem Wohnwirtschaftsunternehmen B&O-Gruppe. Die Langfristigkeit des Engagements ist jedoch an Großes Wahl im September gekoppelt.

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