Skispringen

Große Chance auf kleiner Schanze

(sid). Markus Eisenbichler und Karl Geiger folgen einer großen Tradition: Jens Weißflog beherrschte die »K90« in den Achtzigern, Andreas Wellinger flog von ihr zum Olympiasieg, Bundestrainer Stefan Horngacher wurde Weltmeister - auf der kleinen Schanze wollen nun auch die beiden besten deutschen Skispringer der Jetzt-Zeit ihre große Chance nutzen. Die erste WM-Entscheidung in Oberstdorf steigt dort, wo die DSV-Adler außergewöhnliche Stärken haben.

Die Normalschanze könnte wieder einmal zur deutschen Superschanze werden.

»Ich kann wieder saugute Sprünge zeigen, wenn ich einen guten Tag habe«, sagte Geiger vor der Entscheidung am Samstag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport). Nach Wochen voller Zweifeln ist er wieder zu einem selbstbewussten Medaillenkandidaten geworden. Auch wenn der Oberstdorfer Lokalheld frischgebackener Skiflug-Weltmeister ist, den größten Karriere-Erfolg also auf der größten Anlage gefeiert hat - den Spitznamen »Kleinschanzen-Karle« trägt er immer noch zurecht. »Ich bin sehr absprungstark, das zahlt sich da aus«, sagte Geiger.

Jene kompakten Anlagen, die im Weltcup fast ausgestorben sind, gehören bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften weiterhin zum Standard. Auch Eisenbichler weiß, wie man auf der Kleinen ein Großer wird: »In Lahti habe ich da 2017 mit Bronze meine erste WM-Medaille gemacht - dabei bin ich eigentlich ein Flieger«, sagte er nach zwei starken Trainingstagen: »Hier gehört ein bisschen mehr Gefühl dazu - und das hab ich eh.«

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