Nicole Schott setzt in ihrer Kür auf Eleganz. FOTO: DPA
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Nicole Schott setzt in ihrer Kür auf Eleganz. FOTO: DPA

Mit Grazie und Grandezza

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(sid). Ein vierfacher Sprung, ein dreifacher Axel - alles Höchstschwierigkeiten, die Nicole Schott nie beherrschen wird. Doch aus dieser "Not", die sie gar nicht als solche empfindet, macht die fünfmalige deutsche Eiskunstlauf-Meisterin ganz gezielt eine Tugend. Und setzt bei den Europameisterschaften in Graz ihre ganz eigenen Schwerpunkte.

"Ja, ich bin schon erwachsener geworden", sagt die gebürtige Essenerin, die seit 2014 in Oberstdorf trainiert. Was man auf dem Eis der Steiermarkhalle auch gut erkennen kann. Speziell in ihrer Kür erzählt die 23-Jährige zur Filmmusik "Kung Fu Panda" eine fernöstliche Geschichte und präsentiert sich als feuerrot gewandete Drachen-Dompteuse - mit Grazie und Grandezza.

Auch von einer vor zehn Tagen erlittenen Muskelverletzung an der Leiste will sich Schott nicht ausbremsen lassen: "Das wird bis zu meinem EM-Start nicht ausgeheilt sein. Es wird aber gehen, dass ich laufen kann", sagte sie im Interview mit sportschau.de.

Bei ihren beiden Auftritten im Grand Prix erhielt die Sportsoldatin so viel Aufmerksamkeit wie noch nie und wurde sogar in der Kategorie "Unterhaltsamstes Programm" für den neuen ISU-Skating-Award nominiert, eine für jedermann offene Onlinewahl. Vergeben werden die "Eislauf-Oscars", wie Schotts Trainer Michael Huth den neuen Preis mit einem Augenzwinkern nennt, bei der WM Ende März in Montreal.

Doch aktuell gilt es für Schott, mit einer guten Kurzkür am Freitag (11.30 Uhr/ONE) in die EM zu starten. Klar ist: Dann müssen auch die Sprünge der Olympia-18. funktionieren. Ihre Erwartungen und die ihres Coachs sind nahezu deckungsgleich. "Wenn ich zwei gute Programme laufen, ist hinter den Medaillen relativ viel drin", glaubt die Athletin, Huth meint: "Nicole kann für die Plätze vier bis zehn konkurrenzfähig sein."

Schon ein solches Endergebnis wäre ein Meilenstein auf dem langen Weg Richtung Spitze. Denn schon 2012 wurde Schott erstmals deutsche Meisterin. Gerade 15 Jahre alt - damals noch zu jung für eine EM-Teilnahme.

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