Grandiose Vorstellung

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(sid). Kurz in die Eiskammer, dann ein paar Regenerationsübungen mit Physio Hugo Gravil und ab ins Bett: Für Alexander Zverev begann unmittelbar nach seiner reifen Vorstellung und seinem vierten Achtelfinal-Einzug in Paris die Vorbereitung auf die zweite Turnierwoche - schließlich gehen für ihn die French Open jetzt erst so richtig los.

»Es ist das große Ziel meiner Tenniskarriere, Grand Slams zu gewinnen und die Spitze der Weltrangliste zu erreichen«, hatte die deutsche Nummer schon direkt nach dem überzeugenden Drittrundensieg gegen den ungesetzten Serben Laslo Djere mit 6:2, 7:5, 6:2 gesagt. Entsprechend professionell ging er die Nachbereitung an. Drei weitere deutsche Profis wollen unterdessen am Samstag nachziehen.

Der 24 Jahre alte Hamburger Zverev, der 2018 und 2019 das Viertelfinale erreichte, hat in Roland Garros in diesem Jahr Großes vor und verfügt über eine günstige Auslosung. Erst im Finale könnte er auf die Topstars Rafael Nadal (Spanien) oder Novak Djokovic (Serbien) treffen.

Zverevs nächster Gegner ist aber erstmal der Japaner Kei Nishikori, den er in diesem Jahr schon in Rom und auf dem Weg zum Turniersieg beim Masters in Madrid geschlagen hat. Dennoch erwartet der aufschlagstarke Deutsche ein enges Match. »Es wird schwierig«, sagte Zverev: »Er spielt gut und hat auch schon ein paar Fünf-Satz-Matches auf dem Buckel.«

Gegen Djere, den er schon bei seinem Turniersieg im März in Acapulco ausgeschaltet hatte, sparte Zverev wichtige Körner. Auch nach schwächerem Start im zweiten Satz behielt er die Nerven und machte entschlossen nach 2:08 Stunden den Sieg perfekt. »Er hat sehr aktiv, dominant angefangen«, sagte Boris Becker bei Eurosport: »Im zweiten Satz kam er zurück und war psychologisch stärker als sein Gegner.«

Am Samstag haben drei weitere deutsche Herrenspieler die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten 16. Dominik Koepfer (Furtwangen) bekommt es mit Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer (Schweiz/Nr. 8) zu tun. Jan-Lennard Struff (Warstein) trifft auf den 18 Jahre alten Aufsteiger Carlos Alcaraz (Spanien) und Routinier Philipp Kohlschreiber (Augsburg) fordert den Sandplatzspezialisten Diego Schwartzman (Argentinien/Nr. 10) heraus, der im vergangenen Jahr im Halbfinale stand.

Alle drei wollen sich in ihren Partien am Samstag nicht verstecken und sich möglichst noch stärker ins Rampenlicht spielen.

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