Der Neu-Eindhovener Mario Götze könnte schon bald wieder ein Thema für die Nationalmannschaft sein. FOTO: DPA
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Der Neu-Eindhovener Mario Götze könnte schon bald wieder ein Thema für die Nationalmannschaft sein. FOTO: DPA

Löw hat Götze im Visier

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(sid). Joachim Löw lässt die Tür für eine Rückkehr von WM-Held Mario Götze in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft offen. "Wir verlieren auch ihn nicht aus den Augen, ganz klar", sagte der Bundestrainer in einem Interview mit dem Sportbuzzer. Das letzte von bislang 63 Länderspielen (17 Tore) des früheren Dortmunders und Münchners liegt knapp drei Jahre zurück.

Götze selbst sagte der "Bild", er würde sich über ein Comeback freuen. "Die EM ist ein großer Traum für mich, gerade weil ich beim vergangenen WM-Turnier 2018 erstmals nicht dabei war. Mein Hunger auf Titel ist inzwischen noch größer geworden." Und DFB-Direktor Oliver Bierhoff bekräftigte: "Wenn er eine gute Form hat, hat Mario Götze immer eine Chance, zurück in die Nationalmannschaft zu kommen."

Löw berichtete, er habe in den vergangenen Wochen "immer wieder Kontakt" zu Götze gehabt, der ihn über seine Zukunftsplanungen "auf dem Laufenden gehalten" habe. Der Wechsel des Offensivspielers in die Niederlande zur PSV Eindhoven sei "genau die richtige Entscheidung" gewesen, meinte Löw, "nämlich außerhalb des Präsentiertellers Bundesliga einen Neustart zu wagen".

Götze sagte, er sei "glücklich" mit seinen bisherigen Leistungen, mit denen der 28-Jährige sogar den Bundestrainer überraschte. Der gute Start mit zwei Toren in fünf Pflichtspielen sei "so nicht zu erwarten" gewesen, meinte Löw: "Er wirkt sehr frisch und sehr agil, die Freude ist ihm anzumerken. Das braucht er für seine Leichtfüßigkeit, für seine Variabilität." In Götzes Bundesliga-Zeit habe sich "immer alles auf ihn fokussiert. Er hatte durch das Tor 2014 einen Rucksack auf, der sicher auch eine große Last bedeutet hat", sagte Löw: "Deshalb freue ich mich für ihn, dass er in Eindhoven so gut gestartet ist."

Unterdessen bleibt Löw bei einem anderen Thema seiner Linie treu. Weder Thomas Müller noch Jerome Boateng oder Mats Hummels kommen für ein Comeback infrage, auch wenn die Weltmeister sich zuletzt in der Bundesliga in starker Form präsentierten. "Wir haben uns grundsätzlich dazu entschieden, diese Spieler nicht zu nominieren, daran hat sich jetzt nichts geändert", sagte er dem "kicker".

Man könne "das jetzt nicht rückgängig machen", so Löw weiter. Allerdings lässt sich der Coach ein Hintertürchen offen. "Wenn sich im nächsten Jahr durch Ausfälle von Schlüsselspielern eine völlig neue Situation ergibt, werde ich das entsprechend bewerten und über alternative Szenarien nachdenken", so Löw.

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