Befindet sich nach der Corona-Infizierung nun in häuslicher Quarantäne: Serge Gnabry.. FOTO: DPA
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Befindet sich nach der Corona-Infizierung nun in häuslicher Quarantäne: Serge Gnabry.. FOTO: DPA

Gnabry positiv getestet

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Champions-League-Sieger Bayern München will auch in der Königsklasse eine Erfolgsära begründen. Am Dienstagabend wird bekannt, dass sich Serge Gnabry mit Corona infiziert hat. Für Borussia Mönchengladbach steht dagegen eine echte Reifeprüfung an.

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Rekordmeister am Dienstagabend bekannt. Dem 25-Jährigen "geht es gut", hieß es in einer knappen Mitteilung der Münchner. Der Offensivspieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und wird damit vorerst ausfallen - auch für die heutige Partie in der Champions League beim Heim-Auftakt (21 Uhr) gegen Atletico Madrid. Nach dem zweiten Corona-Fall eines Nationalspielers nach Ilkay Gündogan im September muss der FC Bayern am Mittwoch noch einmal zur Testreihe.

Triple-Verteidiger Bayern träumt derweil von einer Neuauflage der "goldenen 70er", und auch Borussia Mönchengladbach will bei der Rückkehr auf die große Bühne Champions League an die glorreiche Vergangenheit anknüpfen: Die einstigen Rivalen sind zum Start der Königsklasse in ihren Zielen vereint - und doch liegen Welten zwischen FCB und VfL.

Bei den Bayern sind die Bilder der magischen Nacht von Lissabon noch frisch, und nicht nur Karl-Heinz Rummenigge hofft auf eine Wiederholung am 29. Mai 2021 in Ankara. "Nachdem wir den Thron in Europa bestiegen haben", sagte der Vorstandschef von Bayern München, "möchten wir so lange wie möglich da oben in der Sonne bleiben." Am liebsten gleich mehrere Jahre, wie zwischen 1974 und 1976.

Nur 59 Tage nach dem jüngsten Final-Triumph starten die Alles-Gewinner am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) mit dem Kracher gegen Atletico Madrid ihren nächsten Angriff auf den Henkelpott. Die Ambitionen sind unverändert hoch. "Wir haben uns vorgenommen, das Triple zu verteidigen. Das hat noch keiner geschafft", sagte Präsident Herbert Hainer.

Das mag arrogant und prahlerisch klingen, doch der deutsche Rekordmeister weiß um die Schwere der Aufgabe. "Man ist nun in ganz Europa die gejagte Mannschaft, die jeder unbedingt schlagen will", sagte Thomas Müller: "Sich dagegen immer wieder zur Wehr zu setzen, ist eine enorme Herausforderung."

Das haben die Bayern 2013 schon erfahren. Nach dem ersten Münchner Dreifach-Coup schienen die Voraussetzungen für eine Erfolgsserie ideal: Starcoach Pep Guardiola übernahm von Triple-Vater Jupp Heynckes, seine Champions wurden durch zwei hoffnungsvolle Jungstars namens Mario Götze und Thiago verstärkt. Doch Guardiola scheiterte dreimal in Serie im Halbfinale und musste zähneknirschend zusehen, wie stattdessen Real Madrid mit vier Triumphen in fünf Jahren eine Ära prägte.

Von ähnlichen Höhen ist Gladbach weit entfernt. Doch obwohl sich Trainer Marco Rose vor dem Abflug seine schwarze Mütze im Nieselregen tief ins Gesicht zog: Verstecken will sich die Borussia beim Wiedersehen mit Inter Mailand an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) nicht. "Wir wissen um die Herausforderung. Aber wir wollen frech sein, wir wollen mutig sein", sagte er.

Doch auf die Fohlen wartet 1416 Tage nach dem bislang letzten Auftritt in der Königsklasse in der "Todesgruppe" mit den weiteren Gegnern Real Madrid und Schachtjor Donezk eine echte Reifeprüfung. Nach den Plätzen vier (2015/16) und drei (2016/17) soll es im dritten Anlauf endlich klappen mit der K.-o.-Runde. "Wir spielen, um weiterzukommen. Eine andere Zielsetzung würde unserem Charakter widersprechen", sagte Gladbachs Rose vor dem Duell bei Inter Mailand.

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