Stolz präsentiert Kingsley Coman den Pokal. FOTO: AFP
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Stolz präsentiert Kingsley Coman den Pokal. FOTO: AFP

Glücksgriff Coman

  • vonred Redaktion
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Ob Kingsley Coman (24) nach seinem 1:0-Siegtreffer im Champions-League-Finale gegen Paris Saint Germain jetzt auch seinen eigenen Song bekommt? Arjen Robben wurde diese Ehre nach seinem Tor im Königsklassen-Endspiel gegen Borussia Dortmund zuteil. Seitdem singt die Südkürve: "Ich hab geträumt von dir, von unsrer Wembley-Nacht! Wir haben den Cup gewonnen, den Thron erklommen, der Arjen hat’s gemacht." Diesmal hat’s der "King" gemacht - und den FC Bayern mit seinem Kopfballtor auf den europäischen Fußballthron gehoben.

"Das ist ein unglaublicher Tag für mich, der schönste Tag meines Lebens, was den Fußball angeht. Ich bin sehr, sehr glücklich", sagte der französische Nationalspieler, der von der UEFA zum "Man of the match" gewählt wurde, nach der Partie. Glücklich dürfte Coman freilich auch darüber gewesen sein, dass ihn Trainer Hansi Flick zum ersten Mal in diesem Champions-League-Turnier in die Startelf beförderte. Flick hatte es im Gefühl, dass der Flügelstürmer gegen seinen Ex-Klub in der Lage sein könnte, etwas Außergewöhnliches zu leisten. "Paris ist der Heimatverein von Coman. Ich verspreche mir da ein bisschen mehr Motivation und er hat natürlich auch die Qualität und den Speed, eine Abwehr auszuhebeln. Deswegen haben wir uns heute für ihn entschieden", erklärte Flick vor der Partie seine Entscheidung, die sich im Nachhinein als absoluter Glücksgriff erwies.

Coman sagte über den entscheidenden Treffer - gegen seinen Jugendklub und den Verein seiner Heimatstadt: "Das ist ein unglaublicher Abend für den Klub. Ich wollte natürlich ein gutes Spiel machen. Aber das ist nichts gegen PSG. Ich bin jetzt 100 Prozent Bayern. Da kann ich nicht aus alter Verbundenheit zurückziehen." Ausgerechnet Coman, der in Portugal bis zum Finale im Schatten seiner Flügel-Konkurrenten Serge Gnabry (25) und Ivan Perisic (31) stand und mit Leroy Sané (24) künftig einen Königstransfer als Konkurrenten im Kampf um die linke Außenbahn hat. Doch all diese Gedanken schob das "hochsensible Rennpferd" (O-Ton Jupp Heynckes) beiseite: Robben war der Wembley-Held, Coman ist nun der Lissabon-Held. MANUEL BONKE

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