Eine ganz starke Vorstellung zeigt Hoffenheims Florian Grillitsch (M.), der beim 4:1-Sieg in Gent das Tor zum 2:0 mit Stefan Posch (l) und Robert Skov feiert. FOTO: DPA
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Eine ganz starke Vorstellung zeigt Hoffenheims Florian Grillitsch (M.), der beim 4:1-Sieg in Gent das Tor zum 2:0 mit Stefan Posch (l) und Robert Skov feiert. FOTO: DPA

Ein glänzender Auftritt

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Erst muss Torhüter Oliver Baumann einen Elfmeter halten, dann aber legt die TSG 1899 Hoffenheim los. Der Bundesligist feiert mit dem 4:1 in Gent den höchsten Sieg überhaupt auf internationalem Parkett.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat ihre Europacup-Historie mächtig aufpoliert. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß gewann am Donnerstagabend das zweite Gruppenspiel in der Europa League bei KAA Gent ganz souverän mit 4:1 (1:0). Damit feierten die Kraichgauer im 16. Spiel auf internationaler Bühne ihren höchsten Sieg und den ersten Auswärtserfolg überhaupt. "Ich bin sehr glücklich über diesen klaren und verdienten Sieg. Die Jungs haben den Matchplan optimal umgesetzt", sagte der 38 Jahre alte Chefcoach.

Ishak Belfodil mit einem verwandelten Handelfmeter (36. Minute), der überragende Florian Grillitsch (52.) sowie die Joker Mijat Gacinovic (73.) und Munas Dabbur (90.+4) erzielten die Tore für den Fußball-Bundesligisten. Der ehemalige Heidenheimer Tim Kleindienst traf zum zwischenzeitlichen 1:3 (90.+3). Die TSG baute mit einem couragierten Auftritt ihre Tabellenführung in der Gruppe L aus.

Beim zweiten Erfolg im zweiten Spiel nach dem 2:0 zum Auftakt gegen Roter Stern Belgrad konnte sich Hoffenheim allerdings auch bei Oliver Baumann bedanken. Der Torhüter wehrte in der 14. Minute einen Foulelfmeter von Roman Jaremtschuk ab. Die Partie fand in der leeren Ghelamco-Arena statt. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien neben Tschechien zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Ländern in der Europäischen Union.

Die Hoffenheimer sind damit ihrem großen Ziel, im dritten Anlauf erstmals in einem internationalen Wettbewerb zu überwintern, einen Schritt nähergekommen. Gegen den Tabellen-13. der Jupiler Pro League setzte Hoeneß im Angriff auf Belfodil, Ihlas Bebou und Robert Skov, nachdem sich Torjäger Andrej Kramaric weiter in Quarantäne befindet.

Beim belgischen Meister von 2015 überzeugte der beim FC Bayern ausgebildete Ex-Heidenheimer Niklas Dorsch. Der frühere Torjäger des Zweitligisten, Kleindienst, kam erst in der 69. Minute - und durfte sich noch als Torschütze in den Statistiken verewigen. Vor allem Sebastian Rudy und Grillitsch dirigierten das TSG-Spiel gegen das Team von Wim De Decker, der bereits Gents dritter Trainer in dieser unruhigen Saison ist.

Gent: Roef - Hanche-Olsen, Ngadeu, Fortuna - Castro-Montes (77. Marreh), Bezus (56. Odjidja-Ofoe), Mohammadi - Dorsch (77. Botaka), Kums (69. Niangbo) - Bukari, Jaremtschuk (68. Kleindienst).

Hoffenheim: Baumann - Posch (82. Dabbur), Vogt, Akpoguma - Skov, Samassekou, Sessegnon - Rudy (67. Gacinovic), Grillitsch (77. Baumgartner) - Bebou (67. Adamyan), Belfodil (77. Klauss).

Im Stenogramm: SR: Schärer (Schweiz). - Tore: 0:1 Belfodil (36., FE), 0:2 Grillitsch (52.), 0:3 Gacinovic (73.), 1:3 Kleindienst (90.+3), 1:4 Dabbur (90.+4). - Zuschauer: keine. - Bes. Vorkommnis: Baumann hälft FE von Jaremtschuk (14.).

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