Champions-League-Einzug

Gladbach feiert mit Blumenvasen

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(sid). Auf ein hüftsteifes Tänzchen wie Kumpel Jürgen Klopp verzichtete Marco Rose in der Mönchengladbacher Partynacht lieber. Er habe "ein bisschen Knieprobleme", sagte der Borussia-Trainer mit einem Grinsen und überließ die Bühne im VIP-Raum des Stadions seinen Spielern. Die begossen den Einzug in die Champions League dann auch standesgemäß - mit viel Bier, Schlager-Musik und schiefen Gesängen.

Das Team solle "die Sau rauslassen", sagte auch Max Eberl, schließlich sei der dritte Einzug in die Königsklasse innerhalb von sechs Jahren vergleichbar mit einer Meisterschaft. "Klar, ein Pokal ist nicht da. Aber wir nehmen einfach irgendwelche Blumenvasen", sagte der Sportdirektor im Aktuellen Sportstudio des ZDF und schwärmte: "Es gibt keine Schale, keinen Wimpel, keine Zeremonie. Aber es fühlt sich genau so an."

Tatsächlich war der vierte Platz, den die Borussia mit einem lockeren 2:1 (1:0) gegen Hertha BSC nicht mehr aus der Hand gab, der Lohn einer ganz starken Saison. Acht Spieltage lang stand Gladbach sogar an der Tabellenspitze. Bei der Frage nach dem "Mitarbeiter der Saison" musste Eberl dann auch nicht lange überlegen. "Das ist Marco Rose", sagte er wie aus der Pistole geschossen.

Trainer Rose hatte zu Saisonbeginn Dieter Hecking abgelöst, der trotz eines fünften Platzes gehen musste. Die Rechnung ging auf. Auch die unter Hecking kritischen Fans hat Rose mit seinem Offensiv-Fußball überzeugt. Unmittelbar nach Schlusspfiff ertönte vor dem Stadion ein Hupkonzert, auch "VfL"-Gesänge waren nicht zu überhören. So soll es weitergehen.

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