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Gestürzter Kittel macht sechsten Saisonsieg perfekt

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Marcel Kittel hat trotz eines Sturzes im Finale der ersten Halbetappe bei der Fernfahrt Drei Tage von Panne seinen sechsten Saisonsieg perfekt gemacht. Der 28 Jahre alte Radprofi aus dem Quick-Step-Team siegte am Donnerstag, obwohl er 15 Kilometer vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt war. Er rappelte sich aber schnell auf, wechselte sein defektes Rad und kämpfte sich wieder ganz nach vorne.

Marcel Kittel hat trotz eines Sturzes im Finale der ersten Halbetappe bei der Fernfahrt Drei Tage von Panne seinen sechsten Saisonsieg perfekt gemacht. Der 28 Jahre alte Radprofi aus dem Quick-Step-Team siegte am Donnerstag, obwohl er 15 Kilometer vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt war. Er rappelte sich aber schnell auf, wechselte sein defektes Rad und kämpfte sich wieder ganz nach vorne.

Nach 111 Kilometern verwies Kittel den Norweger Alexander Kristoff und den Italiener Sacha Modolo im Massensprint auf die Plätze. Rüdiger Selig aus Zwenkau wurde Vierter.

Den Gesamtsieg ließ sich Ex-Weltmeister Philippe Gilbert nicht nehmen. Im abschließenden Zeitfahren reichte dem belgischen Meister ein siebter Platz. Die schnellste Zeit auf dem 14,2 Kilometer langen Stadtkurs von Panne fuhr der Australier Luke Durbridge, der in 17:38 Minuten siegte. Im Gesamtklassement lag der 34-jährige Gilbert am Ende 38 Sekunden vor dem Österreicher Matthias Brändle und zeigte sich gerüstet für den zweiten großen Frühjahrsklassiker, die Flandern-Rundfahrt am Sonntag.

Drei Monate vor dem Start der Tour de France am 1. Juli in Düsseldorf sieht Tour-Direktor Christian Prudhomme die Dopingbedrohung im Radsport gesunken. "Der Radsport hat ohne Zweifel vor den Anderen gelogen – und mehr als die Anderen. Aber es ist heutzutage anders. Nicht perfekt, aber anders", sagte Prudhomme am Donnerstag der "ARD-Sportschau". Der Kampf gegen die Manipulation müsse aber "ohne Unterlass" fortgesetzt werden.

Der letzte Dopingfall bei der Frankreich-Rundfahrt wurde 2015 registriert, als der italienische Profi Luca Paolini durch Kokain-Gebrauch aufgefallen war.

Unterdessen stellt sich am 1. April der 69 Jahre alte Rudolf Scharping zum vierten Mal zur Präsidentenwahl im Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Der lange Atem des Hobbyradlers, früheren SPD-Kanzlerkandidaten und Verteidigungsministers soll für weitere vier Jahre reichen. Seine Wiederwahl steht wohl außer Frage. "Es gibt keinen Gegenkandidaten", teilte eine BDR-Sprecherin wenige Tage vor der Hauptversammlung des Verbandes am Samstag in Regensburg mit.

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