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Nach 14 Tagen strikter Quarantäne ist Angelique Kerber mit einem Sieg in Australien in die neue Saison gestartet.

Gelungener Auftakt

  • vonDPA
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Alexander Zverev und Angelique Kerber haben ihre ersten Spiele im neuen Jahr gewonnen. Für Zverev und Co. geht es beim ATP Cup nun um den Einzug ins Halbfinale, für Kerber beim »Quarantäne- Turnier« um weiteren Formaufbau.

Alexander Zverev freute sich über seinen ersten Sieg beim ATP Cup überhaupt, Angelique Kerber über einen guten Start ins Ungewisse. Deutschlands Tennis-Stars haben in Melbourne wenige Tage vor Beginn der Australian Open mit ihren ersten Erfolgen im Jahr 2021 Selbstvertrauen getankt. Vor allen Zverev war nach seinem Premierensieg beim Team-Wettbewerb einfach nur glücklich. »Etwas für dein Land zu gewinnen ist eines der größten Dinge, die es gibt im Sport«, sagte der US-Open-Finalist am Mittwoch nach seinem Dreisatz-Sieg gegen Denis Shapovalov, mit dem er den Erfolg gegen Kanada vorzeitig perfekt machte. Zuvor hatte sich Jan-Lennard Struff gegen Milos Raonic in zwei engen Tiebreak-Sätzen durchgesetzt. Die abschließende Niederlage von Struff und Kevin Krawietz im Doppel war ohne Bedeutung. Wie anschließend bekannt wurde, kann das Erfolgsdoppel bei den Australian Open nicht gemeinsam an den Start gehen. Der 30 Jahre alte Kölner Mies muss aufgrund von Knieproblemen passen.

Im vergangenen Jahr hatte Zverev bei der Premiere des Team-Events alle seine drei Einzel verloren und dabei zum Teil erschreckende Leistungen gezeigt. Nun gelang dem 23-Jährigen gegen die Nummer zwölf der Welt zwar auch noch nicht alles. Als es darauf ankam, war Zverev aber Ende des dritten Satzes zur Stelle. »Ich habe im Tiebreak ein paar richtig gute Bälle gespielt.« Nun geht es für Zverev und Co. gegen Titelverteidiger Serbien um den Einzug ins Halbfinale.

Kerber hätte ihren ersten Sieg im neuen Jahr am liebsten mit den wenigen deutschen Fans auf Court 8 im Melbourne Park gefeiert. Doch der strenge Sicherheitsmann verbot den Kontakt mit den Anhängern, die extra eine Deutschland-Fahne mitgebracht hatten. Die strikten Corona-Regeln untersagen den Kontakt zwischen Tennisprofis und Zuschauern weitgehend. Doch auch so schlenderte Kerber nach dem 6:3, 4:6, 6:3 gegen die Tschechin Katerina Siniakova zufrieden in die Umkleidekabine.

Denn nach 14 Tagen strikter Quarantäne wusste Kerber selbst nicht genau, wo sie steht. Die Leistung der 33 Jahre alten Kielerin war gegen die Nummer 59 der Welt zwar noch ausbaufähig, doch angesichts der besonderen Umstände konnte die Australian-Open-Siegerin von 2016 mit ihrer Vorstellung in der ersten Runde zufrieden sein.

Kerber hatte in Melbourne zuletzt zwei Wochen in strikter Quarantäne verbringen müssen, weil es auf ihrem Flug nach Australien einen positiven Corona-Fall gegeben hatte. Die Kielerin durfte ihr Hotelzimmer 14 Tage lang nicht verlassen und musste selbst ihren Geburtstag alleine feiern. Erst am Wochenende hatte sie erstmals wieder trainieren können.

Nach einem Corona-Fall bei einem Angestellten im Grand Hyatt Hotel müssen sich Spieler und Offizielle einem Test unterziehen und in Quarantäne bleiben. Davon betroffen ist auch Kerber. Alle Spiele wurde für Donnerstag abgesagt.

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