Leverkusens Trainer Peter Bosz glaubt noch an den Einzug in die Königsklasse. FOTO: DPA
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Leverkusens Trainer Peter Bosz glaubt noch an den Einzug in die Königsklasse. FOTO: DPA

Es geht nicht nur um viel Geld

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(sid). Auf eine Peinlichkeit hat Peter Bosz beim rheinländischen Kampf um die Königsklasse gar keine Lust. "Wenn bei Gladbach noch etwas passiert, müssen wir unser eigenes Spiel gewonnen haben und da sein", forderte der Trainer von Bayer Leverkusen vor dem letzten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05 eindringlich. Eine mögliche Schützenhilfe von Hertha BSC im Millionenrennen nicht auszunutzen, das wäre nicht nur aus Sicht des Niederländers absolut fatal.

Viel zu bedeutsam wäre der zweite Champions-League-Einzug nacheinander für die Werkself, droht bei einem Scheitern neben einem finanziellen Schaden von ungefähr 20 Millionen Euro doch zusätzlich noch der Abgang von Topstar Kai Havertz. Auch wenn Bosz sich diesbezüglich optimistisch gibt. "Total nicht", antwortete der 56-Jährige auf die Frage, ob er davon ausgeht, dass Havertz für Bayer letztmals in der Bundesliga auflaufen könnte. Realistischer wird ein Verbleib des Nationalspielers bei einer Abstinenz auf der größten europäischen Fußball-Bühne aber sicher nicht. Doch vielleicht kann Havertz mit seinen Kollegen den Gladbachern wie im Vorjahr auf den letzten Drücker doch noch das Ticket für die Champions League entreißen. "Damals haben die gegen Dortmund gespielt. Deshalb ist es ein bisschen was anderes", sagte Bosz: "Wir glauben aber fest daran. Wir müssen dieses Spiel gewinnen. Dann ist alles möglich, das haben wir letztes Jahr gesehen."

Angesichts eines Rückstands von zwei Punkten und neun Toren auf Platz vier muss die Werkself selbst bei einem eigenen Sieg auf eine Niederlage der Fohlen gegen Hertha hoffen. Auch wenn die Borussia damit viel zu verlieren hat, will am Niederrhein niemand etwas von einer Drucksituation wissen. "Ich habe kein Druck-Gen, verspüre stattdessen riesige Vorfreude. Es gibt doch am letzten Spieltag nichts Schöneres als Spiele, in denen es noch um die Wurst geht", sagte Mittelfeldspieler Christoph Kramer dem ZDF.

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