Mönchengladbach

Gegenwind für Trainer Rose

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(sid). Der Name Marco Rose fiel an keiner Stelle, doch der Adressat war nicht schwer zu erraten. »Wer das Derby als idealen Zeitpunkt für ein Rotationsexperiment ansieht, hat Borussia Mönchengladbach nicht verstanden«, teilte der FPMG Supporters Club nach der Pleite gegen den Rivalen 1. FC Köln kurz und knapp mit.

Kein Zweifel: Der Frust bei den Fans saß direkt nach dem 1:2 (1:1) tief, der Kommentar der einzigen von Borussia anerkannten Dachorganisation für Gladbach-Anhänger sprach Bände. Gleich auf sieben Positionen hatte Rose seine Startelf im Vergleich zum Pokalsieg in Stuttgart verändert. Zu viel für viele Borussia-Fans, die das Derby als wichtigstes Spiel des Jahres betrachten.

Rose ist am Niederrhein zweifellos noch immer äußerst beliebt, der Einzug ins Achtelfinale der Champions League ist vor allem sein Werk. Doch auch er ist nicht unantastbar. Weil der 44-Jährige zudem seit Wochen eine klare Aussage zu seiner Zukunft vermeidet, wächst die Ungeduld. Seine Rotation verteidigte Rose vehement. »Wenn man verliert, kommt das Thema natürlich in diese Richtung auf. Aber ich kenne die Jungs, und wir haben Vertrauen. Sie haben im Training einen sehr guten Eindruck gemacht. Ich glaube nicht, dass wir deswegen das Spiel verloren haben«, sagte er.

Strafe für Köln-Spieler

Sportchef Horst Heldt von Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat derweil eine Strafe für FC-Profi Dominick Drexler nach dessen Verunglimpfungen der eigenen Fans angekündigt. »Natürlich wird es eine Strafe geben. Das werden wir intern regeln. Es wird auch einen weiteren Spieler noch treffen«, sagte Heldt. Vor dem 2:1-Derbysieg war im Internet ein Video aufgetaucht, auf dem Drexler laut »Bild« FC-Fans als »Spacken« bezeichnet hatte.

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