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Die Frankfurt Galaxy wollen sich im ELF-Finale in Düsseldorf gegen Hamburg nicht aufhalten lassen - wie hier Gennadiy Adams, der im Football-Spiel einfach über seinen Kölner Gegenspieler springt.

Galaxy klarer Favorit

  • VonRedaktion
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Es soll ein Footballfest werden. Zwei Tage lang möge Düsseldorf im Zeichen des Eiertanzes stehen. Den Höhepunkt des Wochenendes, das mit einer Fanparty am Samstagabend beginnt, soll natürlich das erste Meisterschaftsfinale der erst im vergangenen Herbst gegründeten European League of Football (ELF) darstellen. Das Duell zwischen Frankfurt Galaxy und den Hamburg Sea Devils am Sonntag (15 Uhr, ProSiebenMaxx) in der Spiel-Arena soll nicht nur wegen der Besetzung an die glorreichen alten Zeiten erinnern, als zwei Mannschaften sich unter den gleichen Namen in der NFL Europe bekämpften.

Das ganze Drumherum mit Tailgating ab Vormittag, Halbzeitshow und Zuschauermassen soll einen Hauch der populären nordamerikanischen Profiliga über das Meer wehen lassen.

Trotz Pandemie haben sich nach Angaben der Liga-Oberen, Commissioner Patrick Esume und Geschäftsführer Zeljko Karajica, mehr als 20 000 Besucher angekündigt. Maximal 25 000 wären zugelassen. Die wollen bestens unterhalten werden, weshalb man sich schon im Vorfeld bemüht, Spannung zu erzeugen.

Leicht fällt das nicht. Zu souverän ist die Galaxy durch die Premieren-Spielzeit gerauscht. Eine einzige Partie, gleich zum Auftakt und gegen eben diese Norddeutschen, denen das Team von Headcoach Thomas Kösling im Endspiel gegenübersteht, verloren die Hessen mit zwei Punkten Unterschied. Seitdem, das hat auch der Hamburger Esume festgestellt, sei die Formation stetig gewachsen. Die Revanche beim Gastspiel der Hansestädter am Bornheimer Hang war mit 35:9 eine klare Sache für die Hausherren.

Esume würde deshalb im Zweikampf zwischen den Spitzenreitern aus Nord und Süd auf die Frankfurter setzen, erhofft sich aber ein ausgeglichenes Spiel. »Ein Bowl Game hat seine eigene Geschichte«, beteuert der 47-Jährige. Er sollte es wissen, war der frühere Cornerback doch als Spieler und Trainer sowohl an der Alster als auch am Main an diversen Cup-Erfolgen beteiligt. Einen Unterschied machen könnte neben der Alles-oder-nichts-Situation die ungewohnte Kulisse. Jakeb Sullivan etwa, der talentierte Quarterback der Galaxy, gibt zu, noch nie vor einer so großen Schar aufgelaufen zu sein. Sein flexibles Zusammenspiel mit Passempfängern und Läufern gehört neben der massiven Defensive zu den herausragenden Stärken des Favoriten.

Kollege Andreas Nommensen würde sich wünschen, auf Kasim Edebali setzen zu können. Doch der Defensive End und Starakteur der Seeteufel fällt verletzungsbedingt voraussichtlich aus.

Für den Fall, dass die Partie zu einseitig wird, lenkt Karajica die Aufmerksamkeit auf die Pause. Dann soll eine »kleine Anzahl« neuer ELF-Teilnehmer für 2022 verkündet werden. Auf die Bitte hin, eine erste Bilanz des Sommers zu ziehen, lieferte Karajica wenig Konkretes: Man habe »anständige« TV-Quoten erzielt und alle 43 Partien mit zusammen mehr als 100 000 Fans gespielt. »Wir hätten aber«, gibt er zu, »eine Milliarde Dinge besser machen können.« Katja Sturm

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