Kobe Bryant feiert 2010 seinen fünften NBA-Titel. FOTO: AFP
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Kobe Bryant feiert 2010 seinen fünften NBA-Titel. FOTO: AFP

Fünf Ringe und ein böser Riss

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(dpa). Der tragische Tod von Basketball-Ikone Kobe Bryant hat nicht nur in der Sportwelt für Trauer und Entsetzen gesorgt. Die Deutsche Presse-Agentur nennt sechs herausragende Momente aus der einzigartigen Karriere der "Black Mamba".

81 Punkte- Für den damaligen Lakers-Besitzer Jerry Buss war es, als würde er "einem Wunder zuschauen". Bryant war nicht zu stoppen, warf und traf am 22. Januar 2006 beim Sieg über die Toronto Raptors, wie er wollte. 28 von 46 Versuchen versenkte er aus dem Feld, schoss nur zwei von 20 Freiwürfen daneben - am Ende standen 81 Punkte zu Buche. Nur der legendäre Wilt Chamberlain erzielte mit 100 Zählern eine größere Ausbeute.

Zurück zur Weltmacht- Der Sieg gegen Spanien im Olympiafinale 2008 bedeutete in Peking weit mehr als nur die Goldmedaille. Bryant führte die USA zurück an die Spitze der Basketballwelt, nachdem es 2004 nichts mit dem obligatorischen Triumph in Athen wurde. 13 seiner 20 Punkte beim 118:107 über die Spanier erzielte er im Schlussviertel - und hatte persönlich großen Anteil am Triumph. Auch vier Jahre später war Bryant dabei und wurde 2012 in London zum zweiten Mal Olympiasieger.

Fünfter Ring- Es war der "befriedigendste" seiner fünf Titel in der NBA, sagte Bryant hinterher. Mit 4:3 setzten sich die Los Angeles Lakers von Trainer Phil Jackson im Juni 2010 erst im entscheidenden siebten Spiel gegen die Boston Celtics durch. Gab es im Jahr davor gegen Orlando eher einen Spaziergang zur Meisterschaft, war dies für Bryant und Co. richtig harte Arbeit. Zum zweiten Mal nacheinander bekam Bryant die Auszeichnung als wertvollster Spieler des Finales.

Achillessehnenriss:Bryant schlich über das Parkett, humpelte, quälte sich. Er ahnte, was bei der unglücklichen Bewegung während eines Fouls seines Gegenspielers der Golden State Warriors passiert war: Riss der linken Achillessehne, monatelange Pause. Und doch schleppte sich der 34-Jährige im April 2013 noch einmal an die Freiwurflinie, versenkte unter den Ovationen der Anhänger beide Versuche und ging vom Feld. Bryant schaffte die Rückkehr, war jedoch nie wieder derselbe.

Vorbei an Jordan:Es war ein banaler Freiwurf, der für Bryant so viel mehr bedeutete. Mit diesem Treffer gegen die Minnesota Timberwolves zog der Flügelspieler in der ewigen Scorer-Bestenliste im Dezember 2014 an Legende Michael Jordan vorbei. "Ich habe so viel von Michael gelernt, er ist so ein großer Teil meines Erfolgs", sagte Bryant damals. Bryant erzielte in seiner Laufbahn insgesamt 33 643 Punkte.

Bilderbuch-Abschied- Bryant setzte seiner hollywoodreifen Karriere 2016 das passende Ende im Stile eines gefühlsduseligen Streifens aus der kalifornischen Traumfabrik. Zum Abschied lieferte er im Alter von 37 Jahren noch mal eine Gala mit 60 Punkten ab und ließ sich danach im goldenen Konfettiregen feiern.

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