Frühes Aus für Siegemund

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(sid). Laura Siegemund winkte frustriert ab, packte ihre Sachen zusammen und verließ mit großer Enttäuschung den Ort, an dem sie ein Jahr zuvor noch für soviel Furore gesorgt hatte. Nichts war es mit dem nächsten Erfolgslauf der 33-Jährigen bei den French Open. Nach einer holprigen Turniervorbereitung mit Knieproblemen unterlag die Schwäbin der Französin Caroline Garcia in ihrem Erstrundenmatch mit 3:

6, 1:6 - den deutschen Tennis-Damen droht damit das kollektive Aus schon in der ersten Runde.

Einzig Andrea Petkovic kann die Ehre der Spielerinnen des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) noch retten. Heute trifft die 33-Jährige auf Karolina Muchova (Tschechien/Nr. 18). .

Auch das Feld der deutschen Männer dünnte sich am Montag weiter aus. Der 25 Jahre alte Nürnberger Maximilian Marterer musste sich dem starken Serben Filip Krajinovic mit 4:6, 1:6, 6:7 (3:7) beugen. Peter Gojowczyk (München), der kurzfristig als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht war, schied durch eine 2:6, 6:3, 4:6, 5:7-Niederlage gegen den Italiener Gianluca Mager aus. Dominik Koepfer (6:3, 6:3, 6:4 gegen den Franzosen Mathias Bourgue) folgte am Abend Alexander Zverev in die zweite Runde. Dorthin wollen am Dienstag auch Jan-Lennard Struff und Philipp Kohlschreiber vordringen. Struff hat im Russen Andrej Rublew (Nr.7) aber eine ganz schwere Aufgabe vor der Brust. Kohlschreiber trifft auf den Spanier Fernando Verdasco.

Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka hat ihren Rückzug von den French Open angekündigt. Sie zieht damit die Konsequenzen aus dem Streit um ihren Presse-Boykott und wird zu ihrem Zweitrunden-Match offenbar nicht mehr antreten. Dies teilte die 23 Jahre alte Japanerin bei Twitter mit. Zuvor hatten die Turnier-Verantwortlichen Osaka mit dem Ausschluss gedroht, sollte sie ihren Medienverpflichtungen nicht nachkommen.

»Das Beste für das Turnier, die anderen Spieler und mein Wohlbefinden ist es, dass ich zurückziehe, damit sich alle wieder auf das Tennis in Paris konzentrieren können«, schrieb die Nummer zwei der Welt auf Twitter. Eine Reaktion der Verantwortlichen in Paris stand zunächst aus.

Osaka war nach ihrem Erstrundensieg wie angekündigt der obligatorischen Pressekonferenz ferngeblieben. Damit wollte sie auf die mentale Gesundheit von Profisportlern aufmerksam machen. Der französische Tennisverband belegte die Athletin zunächst mit einer Geldstrafe von 15.000 US-Dollar und drohte mit härteren Sanktionen. Sie leide seit den US Open 2018 immer wieder unter Depressionen, teilte Osaka am Montagabend in ihrem Statement mit. In Paris habe sie sich verletzlich gefühlt und sich schließlich mit ihrem Presseboykott schützen wollen.

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