RB Leipzig

Friseur-Affäre wird Dauerthema

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(dpa). Erziehungsmaßnahme des Ex-Trainers: Vor den immens wichtigen Spielen gegen Mönchengladbach am Samstag und danach bei Bayern München wird die Friseur-Affäre bei Fußball-Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig zum Dauerthema. Nun hat sich auch der ehemalige Chefcoach Ralf Rangnick eingemischt und Spieler ohne Wissen seines Nachfolgers Julian Nagelsmann zurechtgewiesen. "Ralf muss mich nicht um Erlaubnis fragen, um mit einem seiner früheren Spieler zu sprechen. Er hat ja keine taktischen Anweisungen gegeben", sagte Nagelsmann am Donnerstag.

Angefressen war der 32-Jährige dennoch. Das lag angeblich aber nicht an Rangnicks Eingreifen oder daran, dass sich seine Profis vor der Niederlage in Frankfurt einen Friseur aus London hatten einfliegen lassen. Vielmehr passte ihm nach einer Woche voller Theater die öffentliche Wahrnehmung Leipzigs als Krisenklub nicht. Den Fehler suchte Nagelsmann bei sich: "Das liegt an mir, weil ich immer meine Fresse aufreiße und sage, was ich denke. Ich will mich für den Trainerjob nicht zwingend verstellen. Ich bin halt so." Und Rangnick ist eben auch, wie er ist. Weshalb er es nicht lassen konnte, sich einzumischen, ohne im Klub noch eine Funktion zu haben. Zudem hatte es am Mittwoch ein Gespräch zwischen Nagelsmann und Rangnick über die Vorfälle gegeben. Danach habe man sich in die Augen geschaut und die Hände geschüttelt. Entsprechend zurückhaltend äußerte sich Nagelsmann auf den Eingriff in seinen Kompetenzbereich. "Ich empfinde es nicht als Affront. Ralf hat erzieherisch eingewirkt. Das ist ja nicht das Allerschlimmste", sagte er.

Immerhin: Die Trainingswoche verlief positiv. "Ich war zufrieden mit dem elf gegen elf. Das war von der Emotionalität her so, wie ich mir das vorstelle", sagte Nagelsmann. Lukas Klostermann ist wieder fit, er wird am Samstag spielen.

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