Während das IOC noch hadert, haben die Tennis-Verantwortlichen die French Open in den Herbst verlegt. FOTO: DPA
+
Während das IOC noch hadert, haben die Tennis-Verantwortlichen die French Open in den Herbst verlegt. FOTO: DPA

French Open im Herbst

  • vonDPA
    schließen

Das erste große Sportevent in diesem Jahr ist verlegt. Die Fußball-EM wird 2021 gespielt. Derweil ist Tokios Ok-Vize positiv auf den Coronavirus getestet worden. Der Eishockey-Weltverband hadert noch mit einer Entscheidung, die French Open sind verlegt.

Die Fußball-EM wird um ein Jahr verschoben auf 2021 (siehe Bericht auf der vorherigen Seite), die French Open der Tennisprofis sollen im September gespielt werden, Olympia in Tokio ist nach einem positiven Test im Organisationskomitee nun auch vom Coronavirus betroffen: Die Pandemie von Sars-CoV-2 hat weitere massive Auswirkungen auf den Weltsport.

Olympia:Das Internationale Olympische Komitee lässt weiter keinen Zweifel am Festhalten an der Austragung der Olympischen Spiele in Tokio aufkommen. "Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet", teilte das IOC nach einer Telefonkonferenz des Exekutivkomitees über das weitere Vorgehen in der Coronakrise mit Athletenvertretern, Nationalen Olympischen Komitees und internationalen Verbänden mit.

"Da bis zu den Spielen noch mehr als vier Monate verbleiben, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Entscheidungen erforderlich", hieß es weiter. "Jegliche Spekulation zum jetzigen Zeitpunkt wäre kontraproduktiv." Die Tokio-Spiele sollen am 24. Juli eröffnet werden. Kozo Tashima, Vizepräsident des Organisationskomitees, wurde nach Medienberichten positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

"Es werden alle Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und die Interessen der Athleten, Trainer und Betreuungsteams zu wahren", erklärte IOC-Präsident Thomas Bach. "Wir sind eine olympische Gemeinschaft. Wir unterstützen uns gegenseitig in guten und in schwierigen Zeiten."

Darüber hinaus betonte das IOC, dass die Entscheidung des Festhaltens an den Spielen "nicht von finanziellen Interessen bestimmt" werde. "Denn dank seiner Risikomanagementpolitik und seiner Versicherung wird es in jedem Fall in der Lage sein, seine Tätigkeit fortzusetzen und seinen Auftrag zur Organisation der Olympischen Spiele zu erfüllen", erklärte das IOC.

Tennis:Die French Open in Paris werden von Mitte Mai auf den Zeitraum 20. September bis 4. Oktober 2020 verlegt. Von einer "schwierigen" und "mutigen" Entscheidung schrieb der französische Tennisverbands-Präsident Bernard Giudicelli. Welche weiteren Auswirkungen die Verlegung der Sandplatz-Veranstaltung auf den internationalen Tour-Kalender haben wird, war zunächst offen. Eigentlich waren die French Open als zweites Grand-Slam-Turnier der Saison vom 24. Mai bis zum 7. Juni terminiert.

Rad:Die beiden Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix (12. April) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) sind abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter ASO am Dienstag mit. Auch der Halbklassiker Flèche Wallonne wird wegen der Coronavirus-Pandemie nicht am 22. April stattfinden. Damit sind nahezu alle Frühjahrsklassiker im Radsport abgesagt worden, nachdem bereits Mailand-Sanremo (21. März) gestrichen worden war. Nur die Flandern-Rundfahrt (5. April) ist aktuell noch nicht verlegt, dürfte aber kaum mehr stattfinden.

Eishockey:Der Eishockey-Weltverband IIHF hat eine Entscheidung über eine mögliche Absage der Weltmeisterschaft im Mai in der Schweiz vertagt. Zunächst sollen noch weitere Gespräche mit den Behörden in der Schweiz geführt werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Telefonkonferenz des IIHF-Exekutivkomitees am Dienstag. In der Schweiz war am Dienstag der Notstand in Kraft getreten. Sämtliche Geschäfte und Lokale mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen müssen geschlossen bleiben. Auch alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen sind verboten. Dies gilt allerdings zunächst nur bis Mitte April. Die WM in Lausanne und Zürich ist vom 8. bis 24. Mai geplant.

Zuletzt hatte IIHF-Präsident René Fasel große Zweifel daran geäußert, die WM wegen der Coronavirus-Pandemie durchführen zu können. Zahlreiche WM-Turniere im Junioren- und Frauenbereich sind bereits abgesagt. Am Dienstag wurden auch die für Ende April geplanten B-WM-Turniere in Slowenien und Polen abgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare