Pokalschreck: Nach dem Sieg gegen Karlsruhe klatscht Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok (r.) seine Spieler ab. FOTO: DPA
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Pokalschreck: Nach dem Sieg gegen Karlsruhe klatscht Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok (r.) seine Spieler ab. FOTO: DPA

Frecher Viertligist

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(sid). Wer live dabei sein will, wenn möglicherweise Pokal-Geschichte geschrieben wird, muss ganz tief in die Tasche greifen. Die Preise für die allerletzten der insgesamt nur 6800 Tickets für das Viertelfinalspiel des 1. FC Saarbrücken gegen Fortuna Düsseldorf am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen sind ins Astronomische gestiegen.

Bis zu 1189 Euro sollen Fans für eine Karte zahlen, aktuell beginnt die Preisspirale bei 593 Euro für die günstigsten Tickets - der Klub hatte seinen Fans die Eintrittskarten für Preise zwischen zehn und 40 Euro angeboten. Was die Zuschauer lockt, ist die Aussicht auf eine beispiellose Sensation: Noch nie in der 85-jährigen Historie des DFB-Pokals hat ein Viertligist die Vorschlussrunde erreicht.

Und nach Siegen gegen den Bundesligisten 1. FC Köln sowie die beiden Zweitligisten Jahn Regensburg und Karlsruher SC sehen die Saarländer auch den abstiegsbedrohten Erstligisten nicht als unüberwindbare Hürde an. "Im Hinblick auf die Liga hätte ich nichts dagegen, wenn wir es in 90 Minuten schaffen würden", sagte Saarbrückens Torhüter Daniel Batz im "kicker"-Interview selbstbewusst.

Finanziell ist der Tabellenführer der Regionalliga Südwest und Ligakontrahent des FC Gießen schon jetzt ein Gewinner. Knapp 2,6 Millionen kassierte der einstige Erstligist für den Sprung in die Runde der letzten acht. Im Falle der Qualifikation für das Halbfinale würde diese Summe auf annähernd 5,4 Millionen Euro steigen. Zahlen, von denen 1957, 1958 und 1985 nur geräumt werden konnte, als der FCS sogar nur noch einen Sieg vom Finale entfernt war. Damals spielten die Saarländer aber noch in höheren Gefilden. Dabei hat der heutige Pokalknüller für die Saarbrücker, die mit sechs Punkten Vorsprung vor Verfolger SV Elversberg auf direktem Weg in die Drittklassigkeit sind, nicht einmal absolute Priorität. Keeper Batz: "Wenn wir am Ende nicht aufsteigen, bringt uns diese Pokalreise nur etwas für die Annalen."

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