Frauen-EM um ein Jahr verschoben

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(sid/dpa). Noch keine Termine für den Europapokal, viele Fragezeichen hinter den Länderspielen: Die Corona-Pandemie verhindern im europäischen Fußball eine konkrete Planung. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verzichtete am Donnerstag bei seiner Videokonferenz auf entsprechende Beschlüsse - verlegte allerdings die Frauen-EM ins Jahr 2022.

Die UEFA plant weiter zwei Szenarien zum Abschluss der Champions League und Europa League. Entweder sollen die Europapokal-Partien parallel zu den wieder gestarteten nationalen Ligen gespielt werden - oder im Anschluss im August. Zuletzt war über ein mögliches Champions- League-Finale am 29. August spekuliert worden. Das Endspiel der Europa League könnte dann am 27. August ausgetragen werden. Offiziell wurden diese Termine am Donnerstag nicht bestätigt. Die Austragungsorte mit Istanbul für die Königsklasse und Danzig stehen bislang nicht infrage. Mit Blick auf den drohenden Saisonabbruch in Schottland und Belgien, der in den Niederlanden aufgrund einer Regierungsentscheidung schon beschlossen ist, forderte der Dachverband seine Verbände auf, "alle möglichen Optionen" für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes zu prüfen. Offen ist auch, wann die Länderspiele in der Nations League sowie die EM-Playoffs über die Bühne gehen. Wahrscheinlich ist, dass alles in komprimierter Form zwischen September und November ausgetragen wird.

Zudem verschaffte das UEFA-Gremium den Frauen durch die Verlegung der EM-Endrunde Planungssicherheit. Das für Sommer 2021 vorgesehene Turnier in England wurde um ein Jahr verschoben und steigt nun zwischen dem 6. und 31. Juli 2022. Eine neue Terminierung war alternativlos geworden, da es zu Kollisionen mit der bereits auf nächstes Jahr verlegten paneuropäischen EM der Männer (11. Juni bis 11. Juli) und den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) gekommen wäre. Diese Entscheidung wurde von Bundestrainer Martina Voss-Tecklenburg begrüßt: "Wir brauchen das Alleinstellungsmerkmal im Fußball, um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen."

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