Frauen-Bundesligisten sind sich einig

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(sid). Die 262 Delegierten werden die Sache vermutlich im Eiltempo regeln. Wenn am 25. Mai beim Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über eine Saisonfortsetzung in der Frauen-Bundesliga abgestimmt wird, herrscht unter den Klubs schließlich große Einigkeit: Zwölf der elf Vereine wollen, dass es weitergeht.

"Für die Frauen-Bundesliga war es wichtig, dass sich die große Mehrheit der Klubs für die grundsätzliche Fortführung der Saison 2019/20 ausgesprochen hat", erklärte Siegfried Dietrich, Manager vom 1. FFC Frankfurt und Vorsitzender im DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen, nach der Managertagung am Donnerstag. Dort hatte sich nur der 1. FC Köln enthalten.

An der Absicht, "unter strikter Einhaltung der Vorgaben zum Gesundheitsschutz" den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, änderte diese Ausnahme nichts. "Wir haben ein klares positives Meinungsbild der Vereine erhalten. Das ist die Grundlage, um die weiteren Maßnahmen vorzubereiten", sagte die DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg.

Wenn vonseiten der Politik die rechtliche Erlaubnis für Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit erteilt wird, kann Ende des Monats der Plan abgesegnet werden. Dass diese Möglichkeit überhaupt besteht, ist vor allem der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu verdanken, "weil die DFL mit ihrem beispiellosen Solidarfonds auch die höchste Spielklasse der Frauen wirtschaftlich unterstützt", so Dietrich.

Die DFL hatte unlängst bekannt gegeben, dass sie die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga mit jeweils 7,5 Millionen Euro unterstützt, um die Coronakrise zu meistern. Die Summe der finanziellen Unterstützung ist allerdings das einzige, was die wichtigsten Ligen unter dem Dach des DFB eint - denn die 3. Liga präsentiert sich arg zerrissen. Die zehn Vereine für eine Fortsetzung sind nur in der Überzahl, weil zwei Klubs sich der Stimme enthielten. Acht Drittligisten wären für einen Saisonabbruch. Das dürfte beim DFB-Bundestag heikel werden.

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