Fortunas emotionale Rückkehr

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Nach dem großen Jubel in der ganzen Stadt, den Freudentränen und einer langen Partynacht richtete Friedhelm Funkel den Blick gleich wieder nach vorn. Aufstieg war gestern, nun gilt es ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. "Ich bin optimistisch, dass wir auch in der nächsten Saison, eine Mannschaft zusammenstellen, die in der Bundesliga mithalten kann", sagte der Trainer von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf am Sonntag dem TV-Sender "Sky". Einen kleinen Gruß schickte der Coach dann auch dem in die 2. Liga abgestiegenen rheinischen Rivalen 1.FC Köln. "Ich wünsche dem FC den Aufstieg, damit wir in zwei Jahren in der Bundesliga wieder ein Derby haben."

Nach dem großen Jubel in der ganzen Stadt, den Freudentränen und einer langen Partynacht richtete Friedhelm Funkel den Blick gleich wieder nach vorn. Aufstieg war gestern, nun gilt es ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. "Ich bin optimistisch, dass wir auch in der nächsten Saison, eine Mannschaft zusammenstellen, die in der Bundesliga mithalten kann", sagte der Trainer von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf am Sonntag dem TV-Sender "Sky". Einen kleinen Gruß schickte der Coach dann auch dem in die 2. Liga abgestiegenen rheinischen Rivalen 1.FC Köln. "Ich wünsche dem FC den Aufstieg, damit wir in zwei Jahren in der Bundesliga wieder ein Derby haben."

Die Bundesliga-Rückkehr nach fünf Jahren steht für den Traditionsclubs natürlich unter dem Motto Klassenverbleib. Der Etat für die Lizenzspielermannschaft verdreifacht sich auf etwa 30 Millionen Euro. Mit der frühzeitig geschaffenen Planungssicherheit kann Vereinschef Robert Schäfer mit seinem Team nun die personellen Weichen stellen. Dabei geht es vor allem um Bestandssicherung. Wichtige Spieler wie die beiden Japaner Genki Haraguchi und Takashi Usami sowie Florian Neuhaus sind nur ausgeliehen und kaum zu halten.

Nach dem in letzter Minute gesicherten 2:1-Erfolg bei Dynamo Dresden hatte es am Samstag emotionale Szenen gegeben. Clubchef Schäfer brach vor Journalisten in Tränen aus, Funkel sang und feierte mit den Fans und wurde von seinen Spielern in der Pressekonferenz mit Bier überschüttet. Der 64 Jahre alte Coach hat mit seinem sechsten Aufstieg mit fünf verschiedenen Mannschaften einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Da gab es auch für den gebürtigen Neusser kein Halten mehr.

Mit seiner unaufgeregten Art, seiner großen Erfahrung und seinem Realismus ist Funkel der richtige Mann zur rechten Zeit in Düsseldorf. Sein Erfolgsrezept: "Ich habe mir keine Traumschlösser gebaut. Ich bin insgesamt sehr authentisch geblieben. Außerdem hält mich die Arbeit mit jungen Spielern auch jung", meinte Fortunas Coach. Mit mittlerweile 1240 Spielen als Trainer und Spieler in der Bundesliga und 2. Liga hält Funkel einen weiteren Rekord. "F95 funkelt in die 1. Liga" stand auf einem großen Spruchband der Fortuna-Anhänger.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand natürlich auch Torjäger Rouwen Hennings, der mit lauten Sprechchören schon von hunderten Fans am Flughafen empfangen wurde. Mit seinem 13. Saisontor sicherte er seinem Team in letzter Minute den Sieg. "Tore sind immer geil. Aber so ein entscheidendes mit so einer Auswirkung übertrifft noch mal alles", sagte Fortunas Matchwinner.

In der Düsseldorfer Altstadt feierten die Anhänger bereits seit Samstagnachmittag auf den Straßen mit Hupkonzerten, in den Kneipen floss das Altbier in Strömen und natürlich durfte auch Düsseldorfs Kultband die "Toten Hosen" nicht fehlen. Der Spruch auf den Sieger-T-Shirts stammt aus einem alten Hosen-Hit: "Und alles nur, weil ich dich liebe".

Doppelpack von Platte

Derweil hat der SV Darmstadt 98 mit einem 3:1 (3:0) über den 1. FC Union Berlin den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen hergestellt. Vor 16 570 Zuschauern am Böllenfalltor trafen Abwehrspieler Fabian Holland (12. Minute) und U21-Europameister Felix Platte mit einem Doppelpack (22. und 35.) für die Gastgeber bereits vor der Pause. Dem eingewechselten Michael Parensen (87.) gelang am Samstag für Union nur noch der Anschlusstreffer.

Darmstadts Trainer Dirk Schuster zeigte sich vor allem mit dem ersten Durchgang zufrieden. Da habe die Mannschaft die Maßgaben umgesetzt, die Zweikämpfe im Mittelfeld aggressiv gestaltet und sei so gut ins Spiel nach vorne gekommen. "In den entscheidenden Szenen war das Spielglück aber auch auf unserer Seite", räumte er mit Blick auf die beiden guten Chancen der Gäste kurz vor dem zweiten und dritten Treffer seiner Mannschaft ein. Geärgert habe ihn dann das Gegentor, das aus seiner Sicht "unnötig war.

Für Darmstadt war es der höchste Sieg, seit Schuster im Dezember den Trainerposten übernommen hat. Drei Treffer hatte das Team zuletzt beim 3:3 im Hinspiel in Berlin erzielt – damals noch unter Torsten Frings.

"Wir sind wieder in Schlagdistanz zu den anderen Vereinen", sagte Schuster. Am kommenden Sonntag bei Jahn Regensburg wolle man nun den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

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